Zu guter Letzt: Die Spaghettimonster und das Nudelsieb

Der PR-Mann, Kirchenkritiker und Anhänger der Religionsparodie «Fliegendes Spaghettimonster» Niko Alm hat es in Österreich mit einem Nudelsieb auf dem Kopf auf sein Führerscheinfoto geschafft.

Er habe gelesen, dass man auf Passfotos ausnahmsweise eine Kopfbedeckung tragen dürfe, wenn diese religiös begründet sei, so Alm im ORF. Er habe sich gedacht, diese Ausnahme müsse für ihn dann auch gelten – das Nudelsieb als Symbol für die «Church of the flying Spaghettimonster» sozusagen.

Alm wurde sein Führerschein nach zweieinhalb Jahren Wartezeit ausgehändigt. Ende 2008 habe er sich erstmals an die Behörden gewandt, sagte er gegenüber der Allgemeinen Frankfurter Zeitung. Er habe das Nudelsieb damals auch auf dem Kopf gehabt, damit sein Antrag schlüssig gewesen sei. Statt der Fahrerlaubnis bekam er jedoch zunächst eine Einladung zum Amtsarzt, der feststellen sollte, ob bei ihm psychisch alles in Ordnung ist. Da dem so war hat er schliesslich, nach langer Verzögerung, den Ausweis erhalten.

Er sei zufrieden mit dem Ausgang der schlagzeilenträchtigen Aktion, sagte er gegenüber der Faz. Zu Recht: Die Spaghettimonster-Kirche jedenfalls ist dank des Nudelsiebs keine Unbekannte mehr. Und wer weiss – vielleicht schafft sie es ja, sich als sechste Weltreligion etablieren. Wir wünschen ihr viel Glück auf dem Weg dorthin.
 

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