Tele Züri: Wagner und Ringier ziehen sich zurück

Vor wenigen Tagen hat Tamedia auf die Kaufangebote für Tele Züri, Tele Bärn sowie Radio 24 und Capital FM reagiert. Ex-Verleger Martin Wagner und Ringier steigen offenbar aus dem Rennen aus. Ihre Kaufangebote waren Tamedia zu tief.

Man habe einen Werbemarktpool Zürich/Basel, eine exklusive Zusammenarbeit mit den Tamedia-Medien und eine Implementierung von Social Gaming wie Pokermania angeboten, verriet Wagner dem Sonntag. Das Angebot dürfte gemäss Recherchen der Zeitung bei maximal 20 Millionen gelegen haben. Tamedia sei dies bei weitem zu tief, so Wagner. Nachbessern will er jedoch nicht. Das Verhalten von Tamedia zeige, dass es dem Medienkonzern nicht um ein glaubwürdiges kommerzielles Konzept gehe, sondern darum, einen möglichst hohen Erlös zu erzielen, meint Wagner weiter.

Zurückgezogen hat sich auch der Medienkonzern Ringier, der gemäss Sonntag noch weniger geboten hatte. Maximal 15 Millionen Franken sollen es gewesen sein. Tamedia-CEO Martin Kall wünsche sich «die Zahl 3» vorne dran, was Ringier zu teuer sei. Darüber hinaus wolle das Unternehmen nun seine TV-Strategie anpassen. Der Kauf eines Fernsehsenders kommt laut einem Beschluss der Geschäftsleitung nicht mehr in Frage. Ringier hält sich vorerst bedeckt. Man werde demnächst über das weitere Vorgehen informieren, so Sprecher Edi Estermann.

Wer ist noch im Rennen?

Bis Ende Juli müssen die verbliebenen Kaufinteressenten nun ein verbindliches Angebot abgeben. Welche Bieter noch im Rennen sind, bleibt spekulativ. In der zweiten Runde sein dürften das Schweizer Sportfernsehen und der TV-Sender 3+. Auch AZ-Verleger Peter Wanner soll gemäss Sonntag interessiert sein. Als weitere Bieter gehandelt werden eine Investorengruppe um SVP-Vizepräsident Christoph Blocher sowie ein Investor aus Kasachstan, der gemäss Bericht über einen Schweizer Strohmann mitbietet.

 

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