Zu guter Letzt: Eine geballte Ladung Authentizität

Ende Juni findet in Interlaken zum 18. Mal das Internationale Trucker & Countryfestival statt. Um die Gunst des Publikums zu gewinnen, haben die Organisatoren diesmal keine Mühe gescheut.

Die herausragende neue Attraktion wird heuer das Tipi-Dorf mit grossen authentischen Tipi-Zelten sein, unter anderem mit dem berühmten Tipi der kleinen Scheidegg (hierbei wird es sich wohl um das hier handeln) sowie mit «echten Indianern». Die Nachrichtenagentur SDA wollte es genauer wissen und hat bei den Organisatoren nachgefragt, was es mit den echten Indianern auf sich hat. Man sei per Zufall auf die Gruppe gestossen, meinte die Sprecherin des Anlasses. Die Indianer sollen nach ihren Angaben seit langem durch Europa tingeln. «Sie tragen originale Kostüme und Federschmuck, rauchen Pfeife und machen zwischendurch immer wieder Musik.» Bestimmt ein lustiges Trüppchen also.

Da heutzutage ja allgemein bekannt ist, dass Indianer nicht gleich Indianer sind und es eine Unmenge an verschiedenen Stämmen gibt, interessiert vielleicht den einen oder anderen Lesenden, was für Ureinwohner die Festival-Attraktion denn genau beinhaltet. Dies konnte die Pressesprecherin jedoch nicht beantworten: «Sie stammen meines Wissens von verschiedenen Stämmen, aber mehr weiss ich nicht.» Völlig egal, was zählt sind die Federn, die Pfeife und die rote Haut. Damit sollte das authentische Wildwest-Feeling am Festival eigentlich garantiert sein.

(Bild Indianer: Keystone, Mathias Dietze)

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