Zu guter Letzt: Der erste schreiende «Like»-Button

Das waren noch Zeiten, als sich werdende Eltern in Israel bei der Namensfindung von der guten alten Bibel inspirieren liessen. Diese Zeiten sind endgültig vorbei – zumindest, wenn es nach Herrn und Frau Adler geht.

Das junge Paar hat seine Tochter nämlich nach dem «Gefällt mir»-Button auf Facebook benannt: Like heisst sie, die Kleine. Facebook schaffe heute Revolutionen, begründet der Vater die Wahl des Namens. Das müsse aber nicht unbedingt auf seine Tochter abfärben – er wolle nicht zwingend eine Revolutionärin grossziehen. Die frischgebackenen Eltern haben noch weitere Gründe auf Lager: «It’s my girl, my love and I like her». Und damit nicht genug: Sie geben an, den Namen auch vorbeugend gewählt zu haben; wenn schon alle Freunde und Bekannten den Like-Button anklicken, sobald sie die ersten Bilder des Babys sehen, dann könne man das Mädchen auch gleich so nennen. Die Begründungen folgen also alles in allem einer eher verhaltenen Logik, ist man geneigt zu sagen. Aber seit wann müssen Eltern denn den Namen ihres Nachwuchses begründen? Die Promis dürfen ihre Kinder ja auch ungestraft Sunday Rose, Faith, Pilot Inspektor, Fifi Trixibelle, Peaches Honeyblossom, Moon Unit, Ireland, Speck Wildhorse, Apple, oder Poppy Honey Rosie taufen – und da fragt keiner nach dem «Warum». Jawoll.
 

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