Zu guter Letzt: Facebook schuld an Depressionen bei Kindern
Neben Datensicherheit hat Facebook nun ein neues Problem, dem Sozialen Netzwerk wird vorgeworfen, bei Kindern Depressionen auszulösen. Schuld ist eine vorgegaukelte heile Welt; glückliche Ferienerlebnisse und harmonische Familienausflüge.
Bilder auf Facebook vermitteln das Bild einer heilen Welt ohne Frust und Ärger. All das könne bei jungen Usern zu Depressionen führen, warnen amerikanische Kinderärzte gemäss 20 Minuten vom Dienstag. Die American Academy of Pediatrics hat deshalb einen Medien-Leitfaden herausgegeben. Denn die Fotos vermeintlich glücklicher Menschen würden ein verzerrtes Bild der Wahrheit vermitteltn, wie die Autorin des Leitfadens, Gwenn O’Keefe darlegte. Drangsalierung im Internet, wozu auch Mobbing gehört, könne weitreichende psychosoziale Folgen haben, so die Autorin weiter. Der Leitfaden rufe daher die Kinderärzte dazu auf, Eltern zu ermuntern, mit ihren Kindern über Facebook-Depression oder Cyber-Mobbing zu sprechen. Gemäss 20 Minuten möchte O’Keefe aber nicht über die Vorteile der Internetseiten hinwegsehen, da sich heute alle Teenager auf Facebook treffen. Vieles was dort geschehe sei auch sehr gesund. Eine Facebook-Panik-Verbotswelle in Amerika möchte man schliesslich mit dem Leitfaden auch nicht erreichen. So betont auch Megan Moreno von der Universität Wisconsin, dass Eltern nicht zu befürchten brauchen, ihre Kinder könnten sich auf Facebook mit Depression anstecken. Was jedoch nichts an der Tatsache ändert, dass sich ein ohnehin einsames Kind gemäss O’Keefe noch einsamer fühlt nach dem Betrachten der meist positiv konnotierten Bilder und Kommentare.
