Zu guter Letzt: Berlusconi-Presse empört über italienische Ikea-Werbung

Ikea hat in Italien für die Neueröffnung eines Ikea-Marktes im sizilianischen Catania geworben. Dass das schwedische Einrichtungshaus für das Motiv ein schwules Pärchen verwendet, stösst bei der Berlusconi-Zeitung Il Giornale nicht auf Begeisterung.

Das überaus harmlose Bild eines händchenhaltenden Männerpaares, von hinten fotografiert, erinnert die konservative Tageszeitung Il Giornale gar an eine ideologische Mission, wie das schwule Nachrichtenportal Queer.de die Tageszeitung zitiert. Das Sujet ziert die Headline «Siamo aperti a tutte le famiglie» – «Wir sind für alle Familien geöffnet», was das Berlusconi-Journal zu der Aussage treibt, dass Ikea eine ideologische Mission betreibe, durch niedrige Preise soziale Gleichheit herzustellen. Auch wenn sich das Blatt nicht traute, direkt gegen die Rechte Homosexueller zu argumentieren, wird trotzdem behauptet, diese Gleichmacherei sei eine Provokation. Nach einer solchen Reaktion kann man nur darauf warten, dass der Eiscremehersteller Antonio Federici Gelato Italiano sein Werbesujet – schwule katholische Priester – von England nach Italien verlegt, und auf den Homophobie-Knall wartet.
 

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