Blocher plante Fusion der Baz mit den AZ Medien
Blocher favorisierte eine Fusion der Baz mit den AZ Medien. Wie der Tages-Anzeiger aus zuverlässigen Quellen erfahren haben will, sollten die AZ-Verleger das Kommerzielle bestimmen, Markus Somm das Publizistische.
Über die tatsächlichen Besitzverhältnisse bei der Basler Zeitung herrscht nach wie vor Unklarheit. Ein wenig transparenter wird gemäss Tagesanzeiger.ch indes die Rolle Christoph Blochers als Berater, der stets betonte, er sei hauptsächlich für die Lösung der Probleme im industriellen Druckbereich der Gruppe Basler Zeitung Medien (BZM) zuständig gewesen. Wie der TA aus gut informierter Quelle erfahren haben soll, favorisierte Blocher im einzigen durchgeführten Managementseminar mit der Konzernleitung der BZM die Variante eines Zusammengehens mit den AZ Medien. Diese verlegen die Mittelland Zeitung im Kopfblattsystem und erreichen rund 400’000 Leser täglich. Zusammen mit den Lesern der Grossauflage der BaZ erreichte man so insgesamt 600’000 Leser in geografisch homogenem Gebiet und könnte neben Tamedia und der NZZ-Gruppe zum dritten grossen Player in der Schweizer Presselandschaft werden.
Blocher machte klar, dass er seinem Biografen Markus Somm, der inzwischen als Chefredaktor der BaZ eingesetzt wurde, einen weiteren Wirkungskreis verschaffen wolle, wie es auf Tagesanzeiger.ch weiter heisst: AZ-Medien-Besitzer Peter Wanner und später dessen Sohn und designierter Nachfolger Michael sollten in der fusionierten Gesellschaft die Führung in kommerziellen Belangen erhalten, im Gegenzug sollten Wanners den BaZ-Besitzern per Aktionärsvertrag die publizistische Leitung überlassen. So könne AZ-Verleger Peter Wanner seinem Sohn Michael Wanner das drittgrösste Schweizer Verlagshaus übergeben, und die BaZ-Besitzer «könnten dann 600’000 Leser politisch beeinflussen», wie es ein Insider sagt.
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(Bild: Keystone)
