Zu guter Letzt: Verbrecher retten den US-Blätterwald
Das Zeitungssterben schreitet in den Staaten voran. Viele Zeitungen kämpfen ums Überleben. Andere setzen auf Verbrechervisagen und haben damit einen mordsmässigen Erfolg.
Das US-Magazin Busted beispielsweise verfolgt diese Strategie. Es veröffentlicht ausschliesslich lokale Fahndungsfotos. Und dies ganz legal. Die Fotos holt sich der Verlag gemäss der Süddeutschen Zeitung von der Polizei, welche die Fotos auch auf ihrer Website zeigt – inklusive des Namens, der Adresse und des mutmasslichen Vergehens. Für einen Dollar erfährt der «Leser», welch Kriminelle in der Gegend herumlaufen. Eigentlich sind es Verdächtige. Da dies aber niemanden zu interessieren scheint, steht es bloss im Kleingedruckten.
Unglücklicherweise wird die Website dieses Anbieters gerade überarbeitet. Ob es online noch mehr Dienste gibt, bleibt deshalb abzuwarten. Die Google-Suche gibt aber als Alternative den Auftritt von Busted Magazine heraus. Scheint etwa das Selbe zu sein. Und auf Bustedmagazine.com gibt es spannende Links. So kann ein kompletter «Background Check» – beispielsweise über den Nachbarn oder den neuen Freund der Tochter – bestellt werden. Wenn der Verdächtige schon nicht im Heft abgelichtet ist, dann geht es ihm wenigstens mit diesem Angebot an den Kragen! Ironischer Weise tut das Heft aber auch etwas für die Verbrecher. So gibt es einen Link zu einem Ratgeber zum Thema «Überleben im Knast». Dieser kann übrigens auch gleich heruntergeladen werden. Für den Fall der Fälle…

