Publikumsrat: Abwechslungsreiche, aber zu lange «Swiss Award»-Gala

Der Publikumsrat spricht dem «Swiss Award» gesellschaftliche Bedeutung, Glanz und Glamour zu. Als abwechslungsreich und unterhaltsam beurteilt er verschiedene Elemente der Sendung. Insgesamt wird diese jedoch als zu lang empfunden.

Mit der «Swiss Award»-Gala gelang es dem Schweizer Radio und Fernsehen SRF gemäss Publikumsrat, eine gesellschaftlich bedeutende Preisverleihung für herausragende Leistungen von Schweizer Persönlichkeiten zu inszenieren. Die Gala verfüge über Glanz und Glamour, was der Bedeutung der Awards angemessen sei, heisst es in einer Mitteilung.

Als störenden Fremdkörper empfanden die meisten Publikumsrätinnen und -räte die Ziehung der Millionenlose. Dieses trocken inszenierte Element sei unpassend und einer Gala unwürdig. Mehrere Ratsmitglieder haben Erklärungen zum Nominations- und Wahlverfahren sowie zur Jury und Academy in der Sendung vermisst. Solche Informationen hätten die Transparenz und Glaubwürdigkeit des Anlasses erhöht.

Insgesamt sieht der Publikumsrat in «SwissAwards» grosses Unterhaltungspotential. Dieses kam über das Ganze gesehen jedoch zu wenig zum Tragen. Denn die Show war mit zweieinhalb Stunden zu sehr in die Länge gezogen.

Viel Lob erhielten die Moderatoren Sandra Studer und Sven Epiney. Sandra Studer führte in den Augen des Publikumsrats stilvoll, kompetent und sympathisch durch die Gala. Sie meisterte die besinnlichen wie die freudigen Augenblicke souverän und auf natürliche Art. Sven Epiney gefiel den Ratsmitgliedern durch Schalk, Spontaneität und Herzlichkeit. Es gelang ihm gut, die fernsehungewohnten Millionenkandidaten zum Sprechen zu bringen.

 

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