Zu guter Letzt: Die spinnen, die Japaner

Der Durchschnittsjapaner liebt verrückte Computerspiele und Hightech-Toiletten mit Funktionen wie Duftzerstäuber und Klobrillenheizung. Der Videospiel-Hersteller Sega hat diese beiden Leidenschaften unter einen Hut gebracht.

«Toylet» –  dies ist der Name der neuesten Kreation aus dem Hause Sega, die sich zur Zeit in einer Testphase befindet. Und so funktionierts: Bei den Pissoirs sind Drucksensoren eingebaut, die auf den Urinstrahl der Benutzer reagieren. Auf einem kleinen Bildschirm in Augenhöhe kann der Spieler sehen, welche Wirkung sein Urinstrahl auf den Spielverlauf hat. Bei der Realisation der Games mit «urinalem» Spassfaktor hat Sega bezüglich Fantasie und Kreativität alles gegeben: Bei «Graffiti Eraser» etwa müssen die Nutzer virtuelle Graffiti wegspülen, bei «Manneken Pis» wird das Volumen des kleinen Geschäfts gemessen, und bei «Splashing Battle» kann der Pissoir-Benutzer seine Urin-Menge mit derjenigen seines Vorgängers vergleichen. Die Spitze der Originalität erreicht aber eindeutig das Spiel «The North Wind and The Sund and Me » – hier bestimmt die Dauer des Urinstrahls, wie hoch der Rock eines auf dem Display angezeigten Mädchens hochfliegt. Na, dann wünschen wir den Japanern viel Spass – und hoffen, dass der Toylet-Trend nicht irgendwann nach Europa überschwappt. Die Chancen stehen gut – das Experiment soll bloss die Aufmerksamkeit von Werbekunden erregen, eine Kommerzialisierung ist gemäss eines Unternehmenssprechers nicht geplant.
 

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