Wer fährt nach Kroatien?

Das neunte Mal fand in diesem Jahr der Kreativwettbewerb «Das kann nur ein Inserat» statt. Wer die Schweiz am 12. und 13. Mai 2011 beim bestYET in Kroatien vertritt, entscheidet sich heute Abend.

Vier von vierzig Kampagnenideen haben es bei der Jurierung am 9. Dezember auf die Shortlist von «Das kann nur ein Inserat» geschafft. Welche der vier Arbeiten mit den Siegerlorbeeren bekränzt wurde, wird heute Abend, 16. Dezember, im Zürcher Bar-Lounge-Club Basilika gelüftet. Die Spannung steigt. Denn: Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 10 000 Franken in bar sowie den Auftrag für die Realisierung seiner Idee. Für die Umsetzung der Kampagne bekommt er noch einmal bis zu 30 000 Franken. Die Kampagne wird dann ab März 2011 ein Jahr lang in mehr als 100 Schweizer Zeitungen und Zeitschriften geschaltet werden. Eine tolle Chance.
Doch das ist noch nicht alles: Der Sieger von «Das kann nur ein Inserat» darf am 12. und 13. Mai auch zum Kreativwettbewerb bestYET reisen, der 2011 in Kroatien ausgetragen wird. Eigentlich hätte bestYET nächstes Jahr in Paris stattfinden sollen, im Land der 2010 Drittplatzierten. Doch die Franzosen sagten überraschend ab, die Kroaten sprangen in die Bresche.
Nun wird das beste von zahlreichen europäischen Kreativteams unter 28 Jahren also in Kroatien ermittelt werden, in welcher Stadt steht noch nicht fest. Der Gewinner von bestYET wiederum darf dann beim 58. Internationalen Werbefestival «Cannes Lions» im Juni 2011 dabei sein.
Im Doppelpack kreativ
Zum bestYET reisen aus jedem Land immer zwei Teams. Deshalb wird heute Abend nicht nur der Gewinner von «Das kann nur ein Inserat» gefeiert. Das Publikum der Preisverleihung wählt aus den Kreativ-
teams, die auf der Shortlist stehen, zudem noch eines, das die Sieger nach Kroatien begleitet – und dort ebenfalls die Chance hat, sich als bestes junges Kreativteam von ganz Europa durchzusetzen.
Die Aufgabe bei «Das kann nur ein Inserat 2010» war, eine Anzeigenkampagne zu kreieren, die in Zeitungen und Zeitschriften Werbung für die Wirksamkeit von Printmedien macht, möglichst mit einer interaktiven Note – zum Beispiel durch den Einsatz von Augmented Reality, QR-Codes oder Kooaba. Damit will der Verband Schweizer Medien, der den Wettbewerb ausrichtet, den Medienbruch überwinden und transportieren, dass Anzeigen bereits in dem Moment, in dem sie betrachtet werden, etwas erreichen können: Interesse wecken oder einen Kauf auslösen.
Print wirkt, Online auch
Schon die Siegerkampagne vom Vorjahr spielte mit den Möglichkeiten interaktiver Technologien. «Diesmal haben wir den Einsatz von Augmented Reality, QR-Codes oder Kooaba aber schon in der Ausschreibung zum Thema gemacht», betont Toni Vetterli, Leiter Marketing des Verbands Schweizer Medien. «Damit lag die Hürde höher als in anderen Jahren.» Das machte sich auch bei der Teilnehmerzahl bemerkbar: Insgesamt reichten 20 Teams 40 Kampagnen mit 171 Sujets ein. Im Vorjahr waren es 35 Teams mit 83 Kampagnen gewesen.
Die Siegerkampagne sowie die drei Kampagnenideen, zwischen denen heute Abend das Publikum entscheidet, wurden von einer sechsköpfigen Jury ausgewählt. Jurypräsident Andreas Prokesch wurde von fünf kritisch-kreativen Geistern aus der Branche unterstützt: «Kroatien oder nicht» lag in der Hand von Andi Portmann, Texter bei Wirz, Diana Rossi, Texterin bei Jung von Matt/Limmat, Marcel Schläfle, AD bei Ruf Lanz, Michael Seiler, Verband Schweizer Medien, und Silvio Seiler, Gewinner von «Das kann nur ein Inserat 2009». Jurypräsident Prokesch betonte beim Briefing der Jurymitglieder: «Mir ist wichtig, dass wir alle eingereichten Arbeiten respektieren und sie verstehen, bevor wir unsere Wahl treffen.» Heute, 16. Dezember, ab 19 Uhr, lesen Sie auf Werbewoche.ch, welches die beiden Kreativteams sind, die im Mai 2011 für die Schweiz nach Kroatien fahren.
Anne-Friederike Heinrich
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