Interaktive Snickerswerbung

M&M/Mars baute die doofsten Sprüche des Jahres 2000 in ihre Snickers-Kampagne ein

M&M/Mars baute die doofsten Sprüche des Jahres 2000 in ihre Snickers-Kampagne einVon Thérèse BalduzziZur Lancierung ihres neuen Produkts Snickers Cruncher wirbt die Firma M&M/Mars in Amerika mit zwei völlig absurden Spots. Neu ist nicht nur das Produkt, sondern auch die Entstehung der Spots. Dank einer interaktiven Website durfte das Publikum deren Inhalte mitbestimmen.
Der erste Spot scheint für lärmgeplagte New Yorker wie gerufen: Zuerst spielt der Alarm eines nachts auf der Strasse geparkten Autos verrückt – eine für amerikanische Stadtbewohner nur allzu bekannte Nervenprobe. Plötzlich fällt ein Sofa auf das Auto und zerstört es. Die Kamera fährt die Hauswand empor, und man sieht die Täterin, eine ältere Frau im Nachthemd, sich zufrieden die Hände reiben. Überraschend ist die Stimme aus dem Off. Sie sagt, ohne Bezug auf Auto oder Sofa: «Need to crunch something? Grab a Snickers Cruncher.»
Die übertriebene Reaktion der Frau auf die nächtliche Ruhestörung sowie der absurde Zusammenhang zwischen zerquetschtem Auto und knusprigem Schokoriegel sorgen für Humor. Zuletzt rutscht das Sofa vom Auto und touchiert das nächste, dessen Alarm ebenfalls losgeht.
Eine noch absurdere Szene wird im Spot «Toys» dargestellt: Ein Strassenhändler verkauft kleine sprechende Puppen, die alltägliche Redewendungen aus der amerikanischen Umgangssprache von sich geben. Der Reihe nach kommen Leute zum Stand und kaufen sich die Puppe, welche den von ihnen am meisten gehassten Spruch aufsagt, und zerstampfen sie.
Zu Beginn preist der Strassenhändler die Sprüche wie Gegenstände an: «Don’t go there» (fang nicht davon an), «Get a life» (kümmere dich um deinen eigenen Mist), «I love you, but I’m not in love with you» (ich kann im Moment keine Beziehung eingehen). Eine junge Frau bittet um «I think your sister is pretty» (deine Schwester ist hübsch). Ein weiterer Mann fragt nach «What’s up», der Aussage, die seit der «Whassup»-Kampagne von Budweiser niemand mehr hören will.
Der Reihe nach zerstampfen die verschiedensten Leute verschiedene Puppen respektive Sprüche. Am Ende des Spots bittet ein Mann um «Don’t worry, happens to a lot of guys», den amerikanischen Klischeespruch, der jeweils im Fall eines vorzeitigen Samenergusses zum Einsatz kommt.
Die Spots wurden erstmals während der Superbowl, dem jährlichen, als riesiges Medienereignis inszenierten Footballmatch, eingeführt. Welches die doofsten Sprüche des Jahres 2000 waren, darüber stimmten die Besucher der Snickers-Website www.snickers.com ab. Die Stimmen wurden bis zur Nacht vor der Superbowl Ende Januar gesammelt, worauf die Agentur BBDO New York, die für die Spots verantwortlich zeichnet, die letzte Version von «Toys» schnitt.

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