BMG speckt ab

Curti Medien Holding vor der Auflösung

Curti Medien Holding vor der AuflösungDie Basler Mediengruppe (BMG) hat sich im September entschlackt: Nachdem bereits die Druckerei Winterthur und die Firma ColorServ definitiv zu Ringier gewechselt hatten, wurden auch interne Finanztransaktionen in zweistelliger Millionenhöhe getätigt. Diese werden von CEO Beat Meyer auf Anfrage bestätigt.Konkret wurde das Aktienkapital (AK) der Basler Mediengruppe Holding von 24,9 Millionen auf 1,245 Millionen Franken reduziert und laut Meyer in operative Gesellschaften gesteckt. In welche und ob auch die neue Weltwoche zu den Nutzniessern gehört, wollte Meyer nicht sagen.
Das Geld war bisher innerhalb der BMG Holding bei der praktisch inaktiven Curti Medien Holding (CMH) als AK gebunden gewesen, die in offiziellen BMG-Organigrammen in der Regel nicht einmal aufgeführt ist. Sie ist
als Dach über der Jean Frey AG und einigen kleineren Firmen ein Überbleibsel der Übernahme Mitte der Neunzigerjahre. Die CMH ist in den BMG-Strukturen jedoch nur noch ein überflüssiges und bis vor kurzem überkapitalisiertes Glied zwischen dem Basler Stammhaus und dessen Tochter Jean Frey AG. Die Verwaltungsräte von CMH und Jean Frey sind personell zudem identisch, was unnötige personelle Ressourcen binde, sagt Meyer. Die Auflösung der CMH sei deshalb in Abklärung und wohl nur noch eine Frage der Zeit. Tatsächlich wurde die CMH vor der AK-Reduktion im September quasi noch aufgeräumt: Die CM Anlagen AG in Meilen wurde von der BMG übernommen und der ABC Verlag der Jean Frey AG einverleibt.
Der BMG-CEO spricht von einer organisatorischen Umstrukturierung und «Entschlackung». «Wir stehen erst am Anfang», sagt er, will aber nicht mehr preisgeben. Nur so viel: Doppelspurigkeiten sollen beseitigt und die Organisation effizienter gestaltet werden. Markus Knöpfli

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