Gazette gegroundet, Guide hebt ab
Nach den Hiobsbotschaften stehen auch die Crossair-Bordmagazine vor einer unsicheren Zukunft
Nach den Hiobsbotschaften stehen auch die Crossair-Bordmagazine vor einer unsicheren ZukunftVon Markus Knöpfli Die monatlich erscheinende Swissair Gazette ist am Ende, im Dezember folgt ein abgespecktes Service-Magazin mit dem Titel The Guide. Besser geht es den Crossair-Bordmagazinen CrossTalk und CrossTravel. Solange kein neuer Crossair-Verwaltungsrat gewählt ist, bleibt aber deren Zukunft offen.
An Stelle der Swissair Gazette finden Flugreisende ab 1. Dezember neu The Guide an Bord der Swissair-Flugzeuge. Das 52 Seiten umfassende Heft enthält den Serviceteil der bisherigen Gazette (Destinationen, Reisetipps, Serviceleistungen, Radio- und Videoprogramm). Das abgespeckte Blatt wird nur zweimal als Doppelnummer (Dezember/ Januar und Februar/März) in einer Auflage von 30000 oder 50000 Exemplaren erscheinen, sagt Erich Hirschi, Chef der bisherigen Gazette-Herausgeberin Target Publishing. Buchbar ist noch die zweite Ausgabe, wobei eine 1/4-Seite 4f oder sw 16000 Franken kostet. Ein 30-Sekunden-Spot im ebenfalls von Target Publishing produzierten Bordvideo kostet 6350 Franken.
Und wie stehts bei der Crossair, die über ein eigenes Departement die beiden Bordmagazine CrossTravel (für Geschäftsreisende) und CrossTalk (für Ferienreisende) herausgibt? «Wir machen vorläufig normal weiter», sagt Verlagsleiterin Regina Maréchal. Vorsicht ist angebracht, weil der am 6. Dezember zu wählende neue Verwaltungsrat zumindest die Namen der beiden Magazine ändern könnte. Trotzdem arbeiten Maréchal und ihr Team auf die politisch vorgespurte Variante 26/26 hin.
Damit würde das zehnmal jährlich erscheinende NewCrossTalk seine Auflage ab 1. April 2002 mehr als verdoppeln – auf 170000 Exemplare, wie die Gazette selig. Schon ab Dezember wird das Heft zudem interkontinentaler ausgerichtet, mit einem Porträt von
Rio de Janeiro statt «bloss» europäischen Porträts.
Eine weitere neue Aufgabe obliegt Maréchals Team: Mit den neuen Embraer-Flugzeugen sowie der Übernahme der Swissair-Langstreckenmaschinen hält bei der (New) Crossair das Inflight-Entertainment sowie die entsprechende Werbezeitvermarktung Einzug. Weil vieles noch in der Schwebe ist, können derzeit die Preise noch nicht kommuniziert werden. Anders bei den Magazinen: Dort sind die Preise an sich fixiert, aber mit Vorbehalt.
Schwierige Zeiten für Target Publishing
An Stelle der Swissair Gazette finden Flugreisende ab 1. Dezember neu The Guide an Bord der Swissair-Flugzeuge. Das 52 Seiten umfassende Heft enthält den Serviceteil der bisherigen Gazette (Destinationen, Reisetipps, Serviceleistungen, Radio- und Videoprogramm). Das abgespeckte Blatt wird nur zweimal als Doppelnummer (Dezember/ Januar und Februar/März) in einer Auflage von 30000 oder 50000 Exemplaren erscheinen, sagt Erich Hirschi, Chef der bisherigen Gazette-Herausgeberin Target Publishing. Buchbar ist noch die zweite Ausgabe, wobei eine 1/4-Seite 4f oder sw 16000 Franken kostet. Ein 30-Sekunden-Spot im ebenfalls von Target Publishing produzierten Bordvideo kostet 6350 Franken.
Und wie stehts bei der Crossair, die über ein eigenes Departement die beiden Bordmagazine CrossTravel (für Geschäftsreisende) und CrossTalk (für Ferienreisende) herausgibt? «Wir machen vorläufig normal weiter», sagt Verlagsleiterin Regina Maréchal. Vorsicht ist angebracht, weil der am 6. Dezember zu wählende neue Verwaltungsrat zumindest die Namen der beiden Magazine ändern könnte. Trotzdem arbeiten Maréchal und ihr Team auf die politisch vorgespurte Variante 26/26 hin.
Damit würde das zehnmal jährlich erscheinende NewCrossTalk seine Auflage ab 1. April 2002 mehr als verdoppeln – auf 170000 Exemplare, wie die Gazette selig. Schon ab Dezember wird das Heft zudem interkontinentaler ausgerichtet, mit einem Porträt von
Rio de Janeiro statt «bloss» europäischen Porträts.
Eine weitere neue Aufgabe obliegt Maréchals Team: Mit den neuen Embraer-Flugzeugen sowie der Übernahme der Swissair-Langstreckenmaschinen hält bei der (New) Crossair das Inflight-Entertainment sowie die entsprechende Werbezeitvermarktung Einzug. Weil vieles noch in der Schwebe ist, können derzeit die Preise noch nicht kommuniziert werden. Anders bei den Magazinen: Dort sind die Preise an sich fixiert, aber mit Vorbehalt.
Schwierige Zeiten für Target Publishing
Target Publishing war ein auf Bordmagazine spezialisierter Verlag. Neben der Swissair gehörten auch andere Krisen-Airlines (LTU, Sabena, Balair) zu den Target-Kunden. Damit ist es nun aus. Weil die Swissair zudem zu 45 Prozent an Target Publishing beteiligt ist, wurde der Verlag in das Nachlassverfahren der Airline einbezogen. Seit September sahen die 35 Angestellten keinen Lohn mehr, Mitinhaber Erich Hirschi hat ihnen und sich selbst die Kündigung ausstellen müssen. Wie und ob es mit der Firma weitergeht, ist noch offen.
