Jean Etienne Aebi
Jurypräsident Gesamtkampagne sowie Editorial/Buchgestaltung
Jurypräsident Gesamtkampagne sowie Editorial/BuchgestaltungWas ist an der diesjährigen Gold-Kampagne so wegweisend?: Gold wurde dieses Jahr keiner Gesamtkampagne verliehen. Das Niveau dieser Kategorie war deswegen nicht schlechter – sie bot aber etwas weniger Überraschungen als auch schon.
Sehen Sie neue Trends?
Aebi: Ein Trend dürfte darin liegen, dass multidimensionale Kampagnen eine fast grenzenlose Variabilität (fraktale Marke) entwickeln, die im besten Fall Kultcharakter bekommt – weit mehr als zum Beispiel nur ein durchgehender visueller Stil. Ein Beispiel dafür war am ehesten Sportplausch Wider.
Ihr Fazit nach 26 Jahren ADC: Hat sich das Niveau der eingesandten Arbeiten gesteigert, ist es gleich geblieben, oder hat es sich verschlechtert?
Aebi: Heute wie damals gibt es Erfreuliches und wenig Bahnbrechendes. Auch an den Bewertungskriterien wird zu Recht festgehalten: 1. eine eigenständige Idee. 2. eine gewinnende Umsetzung. Und 3. eine Realisation, die das 1. und 2. nicht schlechter, sondern mehr daraus macht.
Sind Newcomer auszumachen, oder gewannen wieder einmal die ADC-Habitués?
Aebi: Newcomer und Nichtmitglieder waren auch dieses Jahr keineswegs handicapiert. So ging beispielsweise Gold in der Kategorie «Editorial» an die «Freitag»-Bücher von Lars Müller. Solche so gesehenen Aussenseitererfolge werden auch nicht durch Jurylobbying verhindert, wohl aber viele Auszeichnungen gerade an ADC-Habitués. Einerseits durch Juroren, die strenge Selektion damit verwechseln, anderen partout nichts gönnen zu wollen. Andererseits durch Einzelne, die selbst seit Jahren keine auszeichnungswürdige Arbeit mehr leisten, dann aber peinlicherweise verhindern wollen, dass Besserqualifizierte zu ihren verdienten Auszeichnungen kommen.
Sehen Sie neue Trends?
Aebi: Ein Trend dürfte darin liegen, dass multidimensionale Kampagnen eine fast grenzenlose Variabilität (fraktale Marke) entwickeln, die im besten Fall Kultcharakter bekommt – weit mehr als zum Beispiel nur ein durchgehender visueller Stil. Ein Beispiel dafür war am ehesten Sportplausch Wider.
Ihr Fazit nach 26 Jahren ADC: Hat sich das Niveau der eingesandten Arbeiten gesteigert, ist es gleich geblieben, oder hat es sich verschlechtert?
Aebi: Heute wie damals gibt es Erfreuliches und wenig Bahnbrechendes. Auch an den Bewertungskriterien wird zu Recht festgehalten: 1. eine eigenständige Idee. 2. eine gewinnende Umsetzung. Und 3. eine Realisation, die das 1. und 2. nicht schlechter, sondern mehr daraus macht.
Sind Newcomer auszumachen, oder gewannen wieder einmal die ADC-Habitués?
Aebi: Newcomer und Nichtmitglieder waren auch dieses Jahr keineswegs handicapiert. So ging beispielsweise Gold in der Kategorie «Editorial» an die «Freitag»-Bücher von Lars Müller. Solche so gesehenen Aussenseitererfolge werden auch nicht durch Jurylobbying verhindert, wohl aber viele Auszeichnungen gerade an ADC-Habitués. Einerseits durch Juroren, die strenge Selektion damit verwechseln, anderen partout nichts gönnen zu wollen. Andererseits durch Einzelne, die selbst seit Jahren keine auszeichnungswürdige Arbeit mehr leisten, dann aber peinlicherweise verhindern wollen, dass Besserqualifizierte zu ihren verdienten Auszeichnungen kommen.
