TNC-Publisuisse-Zug rollt

Gespräche zwischen Deltenre, Stärkle und Oetterli

Gespräche zwischen Deltenre, Stärkle und OetterliGrundsätzlich begrüsse ich die Angebote, die die Publisuisse den Privat-TVs unterbreitet hat, wir sind ein Herz und eine Seele», sagt Christian Stärkle, Leiter Belcom und Geschäftsleiter des TeleNewsCombi (TNC). «Die Angebote sind für die Privat-TVs sicherlich nicht uninteressant, wir haben aber noch keine grossen Nägel eingeschlagen», sagt dagegen Radiotele-Geschäftsführer Bruno Oetterli. Stärkle und Oetterli kamen letzte Woche mit Publisuisse-Direktorin Ingrid Deltenre zusammen, die ihnen zuhanden des TNC drei Gratis- oder Günstig-Angebote unterbreitet hatte (WW 6/02) – um in der Schweiz die TV-Werbung voranzubringen. Deltenre schlägt vor, das TNC beim Publiplan aufzuschalten, eine Art Kombi zwischen SF DRS und TNC auszuarbeiten und für die Privat-TVs Publireportagen zu akquirieren.
Die Reaktionen von Oetterli, Stärkle und auch einigen angefragten TNC-Mitgliedern zeigen, dass vor allem das Interesse am Publiplan gross ist. Eine Aufschaltung wäre ab Mitte Jahr möglich. Zurückhaltender ist man bei den beiden anderen Punkten. «Der Teufel steckt im Detail», weiss auch Deltenre. Diskussionen wird etwa die konkrete Ausgestaltung der Kombiangebote (Tarif, Verteilschlüssel, Sonderwerbeformen) mit sich bringen, und bei den Publireportagen will insbesondere Stärkle verhindern, dass das TNC zu einem Abfallkübel verkommt. Er beharrt auf Qualität und auf redaktioneller Hoheit.
Am 22. Februar werden die TNC-Mitglieder die Vorschläge diskutieren, einen Monat später treffen sich alle mit Deltenre. Stärkle rechnet damit, dass bis Ende April ein konkretes Paket geschnürt werden kann.
Warum hat Stärkle ein ähnliches Angebot vor zwei Jahren abgelehnt? «Weil Tele Züri einen Mischkanal mit Tele 24 hatte, mussten wir Tele 24 statt SF DRS zum Partner nehmen», sagt er. Zudem habe die Publisuisse das ehemalige TeleCombi ohne Radiotele vermarkten wollen. «Heute sind wir einen Schritt weiter», kommentiert Oetterli mit Genugtuung seinen Einbezug in die Gespräche. Markus Knöpfli

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