Das Nicht-Publikum
Bei strömendem Regen stellten sich letzten Donnerstag gut 200 Werberinnen und Werber zur alljährlichen Vernissage des ADC-Jahrbuchs ein.
Bei strömendem Regen stellten sich letzten Donnerstag gut 200 Werberinnen und Werber zur alljährlichen Vernissage des ADC-Jahrbuchs ein.Von Beat Fritsch Man wählt dafür erfahrungsgemäss ein In-Lokal, dieses Jahr wars die Toni-Molkerei-Lounge.
Publikum – diesen Namen haben die Anwesenden eigentlich definitiv nicht verdient. Von über zweihundert hörten mal zwanzig dem ADC-Vorsitzenden Andreas Prokesch bei seiner kurzen Rede zu; und von denen geruhte gerade noch die Hälfte dankeshalber zu applaudieren. Eine bekannte, aber nicht der Werbeszene zugehörige Kollegin war schockiert ob der Unanständigkeit. Prokesch trugs mit Fassung, er kennt die Szene. Kommen nur zum Rumsaufen – vor allem wenns gratis ist – und Tratschen.
Buchgestalterin Simone Fennel lieferte mit ihrem Best-of-Konzept, gespickt mit witzigen Anspielungen, eine solide Arbeit ab. Gratulationen bekam sie den ganzen Abend, aber Prokesch bezeichnete sie am treffendsten als «beste Buchmacherin».
Irgendwann machte das Gerücht die Runde, Tyler Brûlé sei anwesend – in einem blauen Pullover. Worauf fleissig nach solchen Ausschau gehalten wurde. Wir konnten uns allerdings nicht so recht vorstellen, dass sich der Wink-Mann in die Lounge verirrte. Er feierte nämlich am selben Abend seinen Geburtstag samt Plattentaufe einer Swiss-CD in Aeschbachers Labor.
Lustig wars auch ohne ihn. Der weissfahrende König, besser bekannt als KraSKA Rex vom Zen- und A-Zentrischen WeltreiCH, stellte seinen Begleiter Richi Schweizer, sonst unterwegs als freier Creative Consultant, als königlichen Hofsetzer vor. Er sei in den Hofnachrichten für die Einfettungen und die Versalien zuständig. Fotograf und Filmer Alberto Venzago machte Werbung für die Vernissage seines neuen Streifens, die am 7. Juli mit einer Voodoo-Party im Steinfels stattfinden wird. Mit Live-Voodoo-Act und so schauerlichem Zeugs – eventuell auch ein paar Voodoo-Drinks? Yves Spink scheint aus dem Winterschlaf erwacht. Er wurde in der kalten Jahreszeit eher wenig an Partys gesehen. Und hat gemäss eigener Aussage etwas «geruhigt».
Umso weniger Manuel Nappo. Er parlierte mit Tarkan Özküp, der ab Juni als Anzeigenleiter für den Beobachter amtet. Ein würdiger und in der Szene bestens bekannter Nachfolger für Markus Marchel, der jetzt die Publikationen des Hoteliervereins betreut.
Matthew Katumba, Expo-CD, legte allen, die es hören wollten, den Besuch der Landesausstellung ans Herz. Noch mehr schwärmte er allerdings von einem Dance-Club an den Gestaden des Neuenburgersees. Für die Ausgehtipps in der Dreiseenregion ist Katumba seit seinem Expo-Engagement natürlich eine ganz heisse Adresse. Mit Nachwuchs kam Reni Diethelm an die Party. In ihrem Arm interessierte sich Sohnemann Lou brennend für die anwesende Werbeszene und zupfte den einen oder anderen Kreativen gerne mal am Ärmel. Derweil unterhielt sich Martin Spillmann mit Gebi Schregenberger, wie immer mit seinem Markenzeichen, einer Zigarre, zu sehen, über die guten und besseren alten Zeiten.
Keinen Hehl aus seiner tierischen Vorfreude machte Dave Hanselmann, Jung von Matt/Limmat. Er darf im Juni ans Cannes-Festival und träumt schon jetzt von der Woche an der schönen Côte. Dabei ist er dort letztes Jahr beinahe von einer Vespa gefallen. Allerdings als Sozius, nicht als Chauffeur.
Beat Fritsch
Publikum – diesen Namen haben die Anwesenden eigentlich definitiv nicht verdient. Von über zweihundert hörten mal zwanzig dem ADC-Vorsitzenden Andreas Prokesch bei seiner kurzen Rede zu; und von denen geruhte gerade noch die Hälfte dankeshalber zu applaudieren. Eine bekannte, aber nicht der Werbeszene zugehörige Kollegin war schockiert ob der Unanständigkeit. Prokesch trugs mit Fassung, er kennt die Szene. Kommen nur zum Rumsaufen – vor allem wenns gratis ist – und Tratschen.
Buchgestalterin Simone Fennel lieferte mit ihrem Best-of-Konzept, gespickt mit witzigen Anspielungen, eine solide Arbeit ab. Gratulationen bekam sie den ganzen Abend, aber Prokesch bezeichnete sie am treffendsten als «beste Buchmacherin».
Irgendwann machte das Gerücht die Runde, Tyler Brûlé sei anwesend – in einem blauen Pullover. Worauf fleissig nach solchen Ausschau gehalten wurde. Wir konnten uns allerdings nicht so recht vorstellen, dass sich der Wink-Mann in die Lounge verirrte. Er feierte nämlich am selben Abend seinen Geburtstag samt Plattentaufe einer Swiss-CD in Aeschbachers Labor.
Lustig wars auch ohne ihn. Der weissfahrende König, besser bekannt als KraSKA Rex vom Zen- und A-Zentrischen WeltreiCH, stellte seinen Begleiter Richi Schweizer, sonst unterwegs als freier Creative Consultant, als königlichen Hofsetzer vor. Er sei in den Hofnachrichten für die Einfettungen und die Versalien zuständig. Fotograf und Filmer Alberto Venzago machte Werbung für die Vernissage seines neuen Streifens, die am 7. Juli mit einer Voodoo-Party im Steinfels stattfinden wird. Mit Live-Voodoo-Act und so schauerlichem Zeugs – eventuell auch ein paar Voodoo-Drinks? Yves Spink scheint aus dem Winterschlaf erwacht. Er wurde in der kalten Jahreszeit eher wenig an Partys gesehen. Und hat gemäss eigener Aussage etwas «geruhigt».
Umso weniger Manuel Nappo. Er parlierte mit Tarkan Özküp, der ab Juni als Anzeigenleiter für den Beobachter amtet. Ein würdiger und in der Szene bestens bekannter Nachfolger für Markus Marchel, der jetzt die Publikationen des Hoteliervereins betreut.
Matthew Katumba, Expo-CD, legte allen, die es hören wollten, den Besuch der Landesausstellung ans Herz. Noch mehr schwärmte er allerdings von einem Dance-Club an den Gestaden des Neuenburgersees. Für die Ausgehtipps in der Dreiseenregion ist Katumba seit seinem Expo-Engagement natürlich eine ganz heisse Adresse. Mit Nachwuchs kam Reni Diethelm an die Party. In ihrem Arm interessierte sich Sohnemann Lou brennend für die anwesende Werbeszene und zupfte den einen oder anderen Kreativen gerne mal am Ärmel. Derweil unterhielt sich Martin Spillmann mit Gebi Schregenberger, wie immer mit seinem Markenzeichen, einer Zigarre, zu sehen, über die guten und besseren alten Zeiten.
Keinen Hehl aus seiner tierischen Vorfreude machte Dave Hanselmann, Jung von Matt/Limmat. Er darf im Juni ans Cannes-Festival und träumt schon jetzt von der Woche an der schönen Côte. Dabei ist er dort letztes Jahr beinahe von einer Vespa gefallen. Allerdings als Sozius, nicht als Chauffeur.
Beat Fritsch
überlegte, ob Hofnachrichten oder ADC-Jahrbuch die Bettlektüre sein würde. Das Rennen machte dann doch die hohe Werberkunst. Immerhin nur «The Best of», wie der Umschlag verspricht. Und weils in den Hofnachrichten auch so viele Inserate drin hat, werden sie jetzt als Buchzeichen im Jahrbuch benutzt.
Wo sich die Kommunikationsszene zu Partys trifft oder sich mit denkwürdigen Leistungen in Szene setzt, orten wir an den verschiedensten Veranstaltungen der Branche. Haben Sie etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten (info @werbewoche.ch). Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch
