Optimistisch in düsterem Umfeld
Moneycab erwartet trotz Pay-Channel kaum Verluste an Usern
Moneycab erwartet trotz Pay-Channel kaum Verluste an UsernVon Daniel Schifferle Moneycab und Swisscontent rücken noch näher zusammen und sparen reichlich Kosten. Darüber hinaus soll die Trennung in einen Free- und einen Pay-Channel zusätzliche Einnahmen generieren. Trotzdem: Ohne Trendwechsel an der Börse und im Internet bleiben die Aussichten düster.
Finanzportale haben einen schweren Stand. Angesichts der miserablen Performance der Börse und des Internets ist kostendeckendes Arbeiten erneut in die Ferne gerückt. Gute Ideen sind gefragt. Im Falle von Moneycab heissen die Zauberworte: Lean-Strukturen und ein Pay-Channel.
Moneycab verfügt zusammen mit der Schwesterfirma Swisscontent über einzigartige Voraussetzungen, um effizient Kosten zu sparen. Im März wurden die beiden Redaktionen zusammengelegt. Bereits für Anfang 2003 ist der nächste Schritt auf dem Weg zur Konzentration der Kräfte angesagt. Dann wird auch die Swisscontent-Filiale in Kehrsatz BE aufgelöst und in den Zürcher Geschäftssitz integriert. «So können wir die Redaktion herunterfahren und massiv Kosten sparen», erklärt Markus Gisler, Noch-CEO von Moneycab und künftiges Verwaltungsratsmitglied (VR) der Finanzfachmarkt AG. Der Schrumpfungsprozess gehe ohne Kündigungen über die Bühne, man werde einige Abgänge nicht ersetzen.
Dass auch er den Hut nehmen wird, ist für Gisler logisch. «Sowohl Moneycab als auch Swisscontent beschäftigen Journalisten. Dafür genügt ein Chef», sagt Gisler. Deshalb sei es folgerichtig, wenn Swisscontent-CEO Fredy Hämmerli jetzt CEO beider Firmen sei. Allerdings sind Gislers Aufgaben zurzeit noch nicht auf seine künftige VR-Rolle bei der Finanzfachmarkt AG beschränkt. Er hat einen Arbeitsvertrag, der so lange gilt, bis er eine neue Stelle gefunden hat. Und er will seine Arbeit noch abschliessen. Gisler: «Wenn der Pay-Channel läuft, ist Moneycab als Site fertig gebaut.»
Die Philosophie des Pay-Channels, der in spätestens zwei Monaten fixfertig umgesetzt sein soll: die Trennung zwischen den weiterhin gratis erhältlichen Basisinfos und den neu nur noch gegen Gebühr zu beziehenden Inhalten. Gratis bleiben die agenturartigen Artikel über das tägliche Wirtschaftsgeschehen sowie das Abrufen der Börsenkurse. «Vertiefende Inhalte und Content, der Richtung Beratung geht, wird künftig genauso kostenpflichtig sein wie die speziellen Tools, die wir unseren Kunden exklusiv anbieten werden», sagt Gisler.
Der Pay-Channel setzt nicht auf Pay-per-view, sondern auf abonnierbare Packages. Laut Gisler definiert Moneycab jetzt eine Reihe von Kategorien, die unterschiedliche Leistungen beinhalten. Entsprechend der individuellen Bedürfnisse werde jeder User sein persönliches Informationspaket ordern können.
Mit der Einführung eines Pay-Channels wird auch die Zusammenarbeit zwischen Swisscontent und Moneycab neu aufgegleist. Die bisherige Moneycab-Redaktion wird künftig ausschliesslich für den Pay-Channel schreiben. Swisscontent betrachtet Moneycab künftig als Kunden, der den von Swisscontent produzierten Basisfeed für den Free-Channel bezieht. Dieser wird allerdings nicht exklusiv für Moneycab, sondern auch für weitere Plattformen produziert.
Gisler rechnet mit einer genügend grossen Nachfrage nach kostenpflichtigen Inhalten. Ende 2001 hatte die Uni St.Gallen im Auftrag von Moneycab eine Studie erstellt, die die Zahlbereitschaft unter rund 600 Moneycab-Usern abklärte. «Eine hohe Zahl ist bereit, für gewisse Inhalte ins Portemonnaie zu greifen.»
Trotzdem will Gisler keine Prognose wagen, in welcher Zeit Moneycab wie viele zahlende Abonnenten generieren will. Immerhin: Obschon er mit dem Pay-Channel «nicht das grosse Geld» erwarte, ist er zuversichtlich, was den Break-even von Moneycab betrifft. «Moneycab wird im Jahr 2004 schwarze Zahlen schreiben», sagt Gisler.
Finanzportale haben einen schweren Stand. Angesichts der miserablen Performance der Börse und des Internets ist kostendeckendes Arbeiten erneut in die Ferne gerückt. Gute Ideen sind gefragt. Im Falle von Moneycab heissen die Zauberworte: Lean-Strukturen und ein Pay-Channel.
Moneycab verfügt zusammen mit der Schwesterfirma Swisscontent über einzigartige Voraussetzungen, um effizient Kosten zu sparen. Im März wurden die beiden Redaktionen zusammengelegt. Bereits für Anfang 2003 ist der nächste Schritt auf dem Weg zur Konzentration der Kräfte angesagt. Dann wird auch die Swisscontent-Filiale in Kehrsatz BE aufgelöst und in den Zürcher Geschäftssitz integriert. «So können wir die Redaktion herunterfahren und massiv Kosten sparen», erklärt Markus Gisler, Noch-CEO von Moneycab und künftiges Verwaltungsratsmitglied (VR) der Finanzfachmarkt AG. Der Schrumpfungsprozess gehe ohne Kündigungen über die Bühne, man werde einige Abgänge nicht ersetzen.
Dass auch er den Hut nehmen wird, ist für Gisler logisch. «Sowohl Moneycab als auch Swisscontent beschäftigen Journalisten. Dafür genügt ein Chef», sagt Gisler. Deshalb sei es folgerichtig, wenn Swisscontent-CEO Fredy Hämmerli jetzt CEO beider Firmen sei. Allerdings sind Gislers Aufgaben zurzeit noch nicht auf seine künftige VR-Rolle bei der Finanzfachmarkt AG beschränkt. Er hat einen Arbeitsvertrag, der so lange gilt, bis er eine neue Stelle gefunden hat. Und er will seine Arbeit noch abschliessen. Gisler: «Wenn der Pay-Channel läuft, ist Moneycab als Site fertig gebaut.»
Die Philosophie des Pay-Channels, der in spätestens zwei Monaten fixfertig umgesetzt sein soll: die Trennung zwischen den weiterhin gratis erhältlichen Basisinfos und den neu nur noch gegen Gebühr zu beziehenden Inhalten. Gratis bleiben die agenturartigen Artikel über das tägliche Wirtschaftsgeschehen sowie das Abrufen der Börsenkurse. «Vertiefende Inhalte und Content, der Richtung Beratung geht, wird künftig genauso kostenpflichtig sein wie die speziellen Tools, die wir unseren Kunden exklusiv anbieten werden», sagt Gisler.
Der Pay-Channel setzt nicht auf Pay-per-view, sondern auf abonnierbare Packages. Laut Gisler definiert Moneycab jetzt eine Reihe von Kategorien, die unterschiedliche Leistungen beinhalten. Entsprechend der individuellen Bedürfnisse werde jeder User sein persönliches Informationspaket ordern können.
Mit der Einführung eines Pay-Channels wird auch die Zusammenarbeit zwischen Swisscontent und Moneycab neu aufgegleist. Die bisherige Moneycab-Redaktion wird künftig ausschliesslich für den Pay-Channel schreiben. Swisscontent betrachtet Moneycab künftig als Kunden, der den von Swisscontent produzierten Basisfeed für den Free-Channel bezieht. Dieser wird allerdings nicht exklusiv für Moneycab, sondern auch für weitere Plattformen produziert.
Gisler rechnet mit einer genügend grossen Nachfrage nach kostenpflichtigen Inhalten. Ende 2001 hatte die Uni St.Gallen im Auftrag von Moneycab eine Studie erstellt, die die Zahlbereitschaft unter rund 600 Moneycab-Usern abklärte. «Eine hohe Zahl ist bereit, für gewisse Inhalte ins Portemonnaie zu greifen.»
Trotzdem will Gisler keine Prognose wagen, in welcher Zeit Moneycab wie viele zahlende Abonnenten generieren will. Immerhin: Obschon er mit dem Pay-Channel «nicht das grosse Geld» erwarte, ist er zuversichtlich, was den Break-even von Moneycab betrifft. «Moneycab wird im Jahr 2004 schwarze Zahlen schreiben», sagt Gisler.
