Haariges Zeitdokument. Aufwändig gestaltet ist es, das Magazin, mit dem der Fashion-, Hair- & Music-Store Olmo in Bern auf 25 Jahre Wirken und Werken zurückblickt.
Immerhin, ein nicht gerade alltäglicher Erfolg in der immer schnelllebigeren Trendbranche. Das spannende Zeitdokument illustriert mit Fotos, Plakaten, Logos, Schaufensterbildern, Abbildungen von Frisuren, Zeitungsausschnitten und anderen Sammelsurie
Immerhin, ein nicht gerade alltäglicher Erfolg in der immer schnelllebigeren Trendbranche. Das spannende Zeitdokument illustriert mit Fotos, Plakaten, Logos, Schaufensterbildern, Abbildungen von Frisuren, Zeitungsausschnitten und anderen Sammelsurien, wie sich die Zeit in der Olmo-Phase von 1977 bis 2002 gewandelt hat. Das Magazin wurde von Form.01 Thom Pfister, Graphic, Design, Illustration, Art Direction in Zürich gestaltet.
Faces hat mehrere Gesichter. Das People- und Lifestylemagazin Faces erscheint ab November 2002 mit einer eigenen Ausgabe auch in Bern und Basel. Bisher hat sich das Heft mit den vielen Party-Gesichtern in Zürich und St.Gallen eine treue Leserschaft erobert. Mit der Expansion in den Norden und Westen sei die Ausweitung des Konzepts auf die gesamte Deutschschweiz jetzt abgeschlossen, teilt die Fairlane Consulting GmbH aus St.Gallen mit, die das Magazin publiziert. Der Schritt vom regionalen zum nationalen People-Magazin mit 55000 Exemplaren hat sich «auf Grund des Erfolges vorzeitig aufgedrängt». Ursprünglich war die Expansion erst für das kommende Jahr geplant. In der aktuellen Ausgabe mit dem Thema «Klischee» schreiben Pioniere der deutschen Pop-Literatur wie Helge Timmerberg (Wiener), Uwe Kopf (Tempo) oder Alexander von Schönburg (FAZ) sowie der aktuelle Ingeborg-Bachmann-Preisträger Peter Glaser. Daneben gehört es zum Konzept, dass auch junge Schweizer Autoren Faces ein Gesicht geben können. Das Magazin erscheint quartalsweise und soll die 20- bis 45-Jährigen ansprechen.
Aus Zurich Network wird Greater Zurich Area. Die Stiftung für Standortmarketing The Zurich Network tauft sich in Greater Zurich Area AG um. Sie benutzt diese Bezeichnung schon seit längerem für die von ihr vermarktete Region. Diese umfasst das Gebiet, das «vom Flughafen Zürich-Kloten in 60 bis 80 Minuten erreicht werden kann». Zum neuen Namen tritt eine neue Website und Webadresse hinzu. Die finanziellen Mittel für die Greater Zurich Area AG werden von der öffentlichen Hand und von der Privatwirtschaft zur Verfügung gestellt.
Thurgau startet eine neue Imagekampagne.
Der Kanton Thurgau lanciert im Rahmen des Standortmarketings eine neue, vierjährige Werbekampagne. Sie soll die Marke «Thurgau Switzerland» besser verankern. Den Auftakt machen im September und Dezember Plakate und Inserate in lokalen Zeitungen. Unter dem Motto «Ich lebe im Thurgau» bekennen sich Thurgauerinnen und Thurgauer zu ihrem Kanton als Wirtschafts-, Wohn- und Arbeitsraum. Für die Kampagne stehen insgesamt 2,5 Millionen Franken zur Verfügung. Die zuständige Werbeagentur ist Zahner & Partner in St.Gallen.
Schweizer gehen mehr fremd. Mit einer leicht verfremdeten deutschen Flagge will die Ruedi Wyler Werbung illustrieren, dass «Geo, Brigitte und Schöner Wohnen jetzt noch ein wenig schweizerischer geworden» sind. Die drei Magazine von Gruner + Jahr wollen mit dieser Anzeige die Werbetreibenden darauf aufmerksam machen, dass die Anzeigenvolumen in den Schweizer Splits ihrer Hefte überdurchschnittlich und für
Carole Pochon von der Anzeigenleitung in der Schweiz natürlich «höchst erfreulich» zugenommen haben.
Plakat-Biennale in Warschau zeichnet Schweizer aus. An der 18. Internationalen Plakat-Biennale in Warschau wurden zwei Schweizer Arbeiten ausgezeichnet. Karl Dominic Geissbühler erhielt Bronze in der Kategorie Kultur und Kunst. Das prämierte Plakat warb für die Oper «Lulu» von Alban Berg in der Aufführung im Zürcher Opernhaus. Einen Ehrenpreis in der Sonderkategorie «Debüt» erhielten Régis Golay und Igor Kunetka mit einem Plakat für die Winterhilfe. Insgesamt wurden 14 Preise verliehen.
Aus WBO OgilvyOne wird OgilvyOne. Die Zürcher Dialogmarketingagentur WBO OgilvyOne firmiert neu nur noch als OgilvyOne AG. Den bisherigen Namen führte die Agentur seit Juni 2000, als WBO Dialog die Direktmarketingunit OgilvyOne von Grendene Ogilvy & Mather übernahm. Die Umfirmierung hat keinen Einfluss auf die Beteiligungsverhältnisse: Die Mehrheit liegt weiterhin bei den Gründern und Agenturleitern Guido Wietlisbach und Daniel Brüngger, während das Werbenetzwerk Ogilvy & Mather eine Minderheit hält.
Cannes wird eine Woche vorverschoben. Das 50. Internationale Werbefestival von Cannes findet eine Woche früher statt als angekündigt. Der neue Termin lautet 15. bis 21. Juni 2003.
Au Backe. Reizwäsche kann – woher der Name wohl auch kommt – auch dort noch reizen, wo ansonsten bereits alles ausgereizt ist. Das macht sich zum x-ten Mal auch die Kommunikationsagentur BH von Marc Bohnenblust und Joseph Haas zu Nutze. Die Zürcher Kreativbude entwickelt «zum Beispiel Drucksachen, die an besonders vitalen Stellen wirken», will BH mit ihrem septemberlichen Fallobst-Flyer kommunizieren.
EditorialAuflagenblitzlichter am Medienhimmel
Der massive Werbeeinbruch hat die Medienbranche in die grösste Krise seit Jahren gestürzt. «Schwindel erregend abwärts» titelte der Spiegel, und die NZZ bezeichnete die Inserateflaute gar als «grössten Einbruch seit der Erdölkrise». Vor dem Hintergrund dieser apokalyptischen Stimmung mögen die neusten Zahlen der AG für Werbemedienforschung für die Verlage wie Balsam wirken: Denn über alles betrachtet sind die erhobenen Reichweiten bei den Zeitungen und Zeitschriften stabil geblieben (mehr dazu auf den Seiten 18 bis 34).
Und: Die Reichweite aller Zeitungen, die an der Mach Basic 2002 teilgenommen haben, liegt – wie bereits im Vorjahr – bei 96 Prozent. Der Gesamtwert der Titelgruppe aller Mach-Zeitschriften liegt ebenfalls auf Vorjahresniveau (93%). Die Leser scheinen den Printmedien die Treue zu halten, zum grossen Teil zumindest. Wohin die Reise aber geht, ist dennoch ungewisser denn je.
Die Unternehmensberatungsfirma Mercer Management Consulting hat kürzlich den Schweizer Markt analysiert und eine Prognose gewagt. Bis 2006 wachse die tägliche Mediennutzung in der Schweiz um lediglich ein Prozent pro Jahr, während die Zunahme bei den monatlichen Ausgaben pro Haushalt für Medienprodukte 3,1 Prozent pro Jahr betrage. Ferner geht die Studie davon aus, dass die tägliche Mediennutzungsdauer von 316 Minuten im Jahr 2000 auf 341 Minuten pro Kopf zunehmen werde. Dies zu Gunsten von Fernsehen und Internet – während Zeitungen gerade noch 17 Minuten Aufmerksamkeit geschenkt wird (1996 waren es 20 Minuten). Laut Mercer wächst also eine neue Konsumentengeneration heran, die weniger Zeitung liest. Vor diesem Hintergrund erstaunt es wenig, dass gerade Kurzfuttertitel wie 20 Minuten und Le Matin ihre Leserschaft signifikant steigern konnten.
Bei allen Unwägbarkeiten, eines bleibt gewiss: Auf Massenmedien können wir je länger je weniger verzichten, denn sie bilden einen stabilen und sicheren Bezugspunkt in der allgemeinen Verunsicherung. Als moderne Mythenmaschinen vermitteln sie uns ein Bild der bösen Mächte und weben gleichzeitig ein Sicherheitsnetz aus Geschichten. Die Ereignisse mögen wechseln, der Senderahmen bleibt konstant. Es gibt kein Jenseits der Medien, denn die Einschaltquote beziehungsweise die Auflage ist der verborgene «Gott» dieses Zeichenkosmos. Dessen eigentliche Funktion besteht in der Aufmerksamkeitsgenerierung und in der umfassenden Mediatisierung der Gesellschaft. Siehe dazu auch das Interview mit Medienökonomin Gabriele Siegert auf den Seiten 53 und 54. Samuel Helbling, Chefredaktor
Faces hat mehrere Gesichter. Das People- und Lifestylemagazin Faces erscheint ab November 2002 mit einer eigenen Ausgabe auch in Bern und Basel. Bisher hat sich das Heft mit den vielen Party-Gesichtern in Zürich und St.Gallen eine treue Leserschaft erobert. Mit der Expansion in den Norden und Westen sei die Ausweitung des Konzepts auf die gesamte Deutschschweiz jetzt abgeschlossen, teilt die Fairlane Consulting GmbH aus St.Gallen mit, die das Magazin publiziert. Der Schritt vom regionalen zum nationalen People-Magazin mit 55000 Exemplaren hat sich «auf Grund des Erfolges vorzeitig aufgedrängt». Ursprünglich war die Expansion erst für das kommende Jahr geplant. In der aktuellen Ausgabe mit dem Thema «Klischee» schreiben Pioniere der deutschen Pop-Literatur wie Helge Timmerberg (Wiener), Uwe Kopf (Tempo) oder Alexander von Schönburg (FAZ) sowie der aktuelle Ingeborg-Bachmann-Preisträger Peter Glaser. Daneben gehört es zum Konzept, dass auch junge Schweizer Autoren Faces ein Gesicht geben können. Das Magazin erscheint quartalsweise und soll die 20- bis 45-Jährigen ansprechen.
Aus Zurich Network wird Greater Zurich Area. Die Stiftung für Standortmarketing The Zurich Network tauft sich in Greater Zurich Area AG um. Sie benutzt diese Bezeichnung schon seit längerem für die von ihr vermarktete Region. Diese umfasst das Gebiet, das «vom Flughafen Zürich-Kloten in 60 bis 80 Minuten erreicht werden kann». Zum neuen Namen tritt eine neue Website und Webadresse hinzu. Die finanziellen Mittel für die Greater Zurich Area AG werden von der öffentlichen Hand und von der Privatwirtschaft zur Verfügung gestellt.
Thurgau startet eine neue Imagekampagne.
Der Kanton Thurgau lanciert im Rahmen des Standortmarketings eine neue, vierjährige Werbekampagne. Sie soll die Marke «Thurgau Switzerland» besser verankern. Den Auftakt machen im September und Dezember Plakate und Inserate in lokalen Zeitungen. Unter dem Motto «Ich lebe im Thurgau» bekennen sich Thurgauerinnen und Thurgauer zu ihrem Kanton als Wirtschafts-, Wohn- und Arbeitsraum. Für die Kampagne stehen insgesamt 2,5 Millionen Franken zur Verfügung. Die zuständige Werbeagentur ist Zahner & Partner in St.Gallen.
Schweizer gehen mehr fremd. Mit einer leicht verfremdeten deutschen Flagge will die Ruedi Wyler Werbung illustrieren, dass «Geo, Brigitte und Schöner Wohnen jetzt noch ein wenig schweizerischer geworden» sind. Die drei Magazine von Gruner + Jahr wollen mit dieser Anzeige die Werbetreibenden darauf aufmerksam machen, dass die Anzeigenvolumen in den Schweizer Splits ihrer Hefte überdurchschnittlich und für
Carole Pochon von der Anzeigenleitung in der Schweiz natürlich «höchst erfreulich» zugenommen haben.
Plakat-Biennale in Warschau zeichnet Schweizer aus. An der 18. Internationalen Plakat-Biennale in Warschau wurden zwei Schweizer Arbeiten ausgezeichnet. Karl Dominic Geissbühler erhielt Bronze in der Kategorie Kultur und Kunst. Das prämierte Plakat warb für die Oper «Lulu» von Alban Berg in der Aufführung im Zürcher Opernhaus. Einen Ehrenpreis in der Sonderkategorie «Debüt» erhielten Régis Golay und Igor Kunetka mit einem Plakat für die Winterhilfe. Insgesamt wurden 14 Preise verliehen.
Aus WBO OgilvyOne wird OgilvyOne. Die Zürcher Dialogmarketingagentur WBO OgilvyOne firmiert neu nur noch als OgilvyOne AG. Den bisherigen Namen führte die Agentur seit Juni 2000, als WBO Dialog die Direktmarketingunit OgilvyOne von Grendene Ogilvy & Mather übernahm. Die Umfirmierung hat keinen Einfluss auf die Beteiligungsverhältnisse: Die Mehrheit liegt weiterhin bei den Gründern und Agenturleitern Guido Wietlisbach und Daniel Brüngger, während das Werbenetzwerk Ogilvy & Mather eine Minderheit hält.
Cannes wird eine Woche vorverschoben. Das 50. Internationale Werbefestival von Cannes findet eine Woche früher statt als angekündigt. Der neue Termin lautet 15. bis 21. Juni 2003.
Au Backe. Reizwäsche kann – woher der Name wohl auch kommt – auch dort noch reizen, wo ansonsten bereits alles ausgereizt ist. Das macht sich zum x-ten Mal auch die Kommunikationsagentur BH von Marc Bohnenblust und Joseph Haas zu Nutze. Die Zürcher Kreativbude entwickelt «zum Beispiel Drucksachen, die an besonders vitalen Stellen wirken», will BH mit ihrem septemberlichen Fallobst-Flyer kommunizieren.
EditorialAuflagenblitzlichter am Medienhimmel
Der massive Werbeeinbruch hat die Medienbranche in die grösste Krise seit Jahren gestürzt. «Schwindel erregend abwärts» titelte der Spiegel, und die NZZ bezeichnete die Inserateflaute gar als «grössten Einbruch seit der Erdölkrise». Vor dem Hintergrund dieser apokalyptischen Stimmung mögen die neusten Zahlen der AG für Werbemedienforschung für die Verlage wie Balsam wirken: Denn über alles betrachtet sind die erhobenen Reichweiten bei den Zeitungen und Zeitschriften stabil geblieben (mehr dazu auf den Seiten 18 bis 34).
Und: Die Reichweite aller Zeitungen, die an der Mach Basic 2002 teilgenommen haben, liegt – wie bereits im Vorjahr – bei 96 Prozent. Der Gesamtwert der Titelgruppe aller Mach-Zeitschriften liegt ebenfalls auf Vorjahresniveau (93%). Die Leser scheinen den Printmedien die Treue zu halten, zum grossen Teil zumindest. Wohin die Reise aber geht, ist dennoch ungewisser denn je.
Die Unternehmensberatungsfirma Mercer Management Consulting hat kürzlich den Schweizer Markt analysiert und eine Prognose gewagt. Bis 2006 wachse die tägliche Mediennutzung in der Schweiz um lediglich ein Prozent pro Jahr, während die Zunahme bei den monatlichen Ausgaben pro Haushalt für Medienprodukte 3,1 Prozent pro Jahr betrage. Ferner geht die Studie davon aus, dass die tägliche Mediennutzungsdauer von 316 Minuten im Jahr 2000 auf 341 Minuten pro Kopf zunehmen werde. Dies zu Gunsten von Fernsehen und Internet – während Zeitungen gerade noch 17 Minuten Aufmerksamkeit geschenkt wird (1996 waren es 20 Minuten). Laut Mercer wächst also eine neue Konsumentengeneration heran, die weniger Zeitung liest. Vor diesem Hintergrund erstaunt es wenig, dass gerade Kurzfuttertitel wie 20 Minuten und Le Matin ihre Leserschaft signifikant steigern konnten.
Bei allen Unwägbarkeiten, eines bleibt gewiss: Auf Massenmedien können wir je länger je weniger verzichten, denn sie bilden einen stabilen und sicheren Bezugspunkt in der allgemeinen Verunsicherung. Als moderne Mythenmaschinen vermitteln sie uns ein Bild der bösen Mächte und weben gleichzeitig ein Sicherheitsnetz aus Geschichten. Die Ereignisse mögen wechseln, der Senderahmen bleibt konstant. Es gibt kein Jenseits der Medien, denn die Einschaltquote beziehungsweise die Auflage ist der verborgene «Gott» dieses Zeichenkosmos. Dessen eigentliche Funktion besteht in der Aufmerksamkeitsgenerierung und in der umfassenden Mediatisierung der Gesellschaft. Siehe dazu auch das Interview mit Medienökonomin Gabriele Siegert auf den Seiten 53 und 54. Samuel Helbling, Chefredaktor
