Spreitenbach wird zum Modemekka
Ruedi Wyler Werbung etabliert die Modekompetenz von Shoppi & Tivoli
Ruedi Wyler Werbung etabliert die Modekompetenz von Shoppi & TivoliVon Ernst Weber Das zweitgrösste Einkaufszentrum der Schweiz, Shoppi & Tivoli, verpasst sich ein modischeres Image. Auf Mass geschneidert wurde es in den Ateliers von Ruedi Wyler Werbung in Zürich. Damit will das Shoppingcenter unter anderem auch besser betuchte Konsumenten anziehen.
Seit Anfang Jahr sind das Shoppingcenter Spreitenbach und das Einkaufszentrum Tivoli nicht mehr nur baulich durch eine Passerelle, sondern auch wirtschaftlich durch eine Fusion miteinander verbunden.
Der Zusammenschluss zum Einkaufszentrum Shoppi & Tivoli ist eine Vernunftehe. Eingegangen wurde die Verbindung, nachdem die Umsätze der Zentren in den vergangenen sieben Jahren von gesamthaft 523,3 Millionen Franken auf 462 Millionen Franken im Jahr 2001 zurückgegangen sind.
«Der Umsatzrückgang hat vielschichtige Gründe», sagt Peter Binggeli, seit vergangenem Dezember Geschäftsleiter des Shoppi & Tivoli. Mit verursacht wurde er einerseits durch die verschärfte Konkurrenzsituation. Als erstes Einkaufszentrum der Schweiz lockte das 1970 eröffnete Shoppingcenter Spreitenbach damals auch viele nicht im Einzugsgebiet lebende Konsumenten an, die heute zum Einkaufen in näher gelegene Zentren fahren, die in der Zwischenzeit auf der grünen Wiese rund um den Grossraum Zürich entstanden sind.
Ein Einkaufsmekka für alle Kaufkraftklassen
Andererseits liegt das Zentrum in einem Gebiet, das einen relativ hohen Anteil an wenig kaufkräftigen Bewohnern aufweist. Bei der Aargauer Gemeinde Spreitenbach sind von knapp 10000 Einwohnern fast die Hälfte Ausländer. Sie gehören 70 verschiedenen Nationalitäten an und haben entsprechend divergierende Einkaufsgewohnheiten. Und in den im näheren Einzugsgebiet Spreitenbach liegenden Gemeinden Schlieren und Dietikon beträgt der Anteil der ausländischen Bevölkerung ebenfalls rund 38 Prozent. Allerdings muss auch das bislang erfolgreichere Glattzentrum seine guten Zahlen in einem gesellschaftlich ähnlich strukturierten Umfeld erwirtschaften. Die Gründe für diesen unterschiedlichen Erfolg müssen also am Konzept liegen.
Den Turnaround glaubt man in Spreitenbach deshalb zu schaffen, wenn Shoppi & Tivoli auch für Konsumenten höherer Kaufkraftklassen ein attraktives Einkaufszentrum wird. Sichtbar werden soll die neue Ausrichtung an baulichen Veränderungen, die man am Zentrum vornimmt, an der Verbesserung des Mixes der derzeit 140 Geschäfte und an der Werbung, die seit Anfang dieses Jahres von Ex-Glatt-Werber Ruedi Wyler gestaltet wird.
Derzeit positioniert ein ironisch-witziger Plakatauftritt der Zürcher Agentur das Einkaufszentrum als Mekka für Modepüppchen beiderlei Geschlechts. Auf den Motiven ist ein halb nacktes, auf einem Pferd respektive einem Scooter zum Zentrum reitendes Puppenpärchen zu sehen, das an die eigene Kinderstube erinnert. In Fahrt kommt die Werbebotschaft durch die Headline «Die neue Herbstmode ist da: In über 35 Geschäften».
An die hohe Schule der Schweizer Plakatkunst erinnert ein Sujet zur Ankündigung des bis 18 Uhr verlängerten Samstagverkaufs. Es zeigt ein mit eingeschalteten Autoscheinwerfern bestücktes Einkaufswägelchen auf schwarzem Hintergrund.
Seit Anfang Jahr sind das Shoppingcenter Spreitenbach und das Einkaufszentrum Tivoli nicht mehr nur baulich durch eine Passerelle, sondern auch wirtschaftlich durch eine Fusion miteinander verbunden.
Der Zusammenschluss zum Einkaufszentrum Shoppi & Tivoli ist eine Vernunftehe. Eingegangen wurde die Verbindung, nachdem die Umsätze der Zentren in den vergangenen sieben Jahren von gesamthaft 523,3 Millionen Franken auf 462 Millionen Franken im Jahr 2001 zurückgegangen sind.
«Der Umsatzrückgang hat vielschichtige Gründe», sagt Peter Binggeli, seit vergangenem Dezember Geschäftsleiter des Shoppi & Tivoli. Mit verursacht wurde er einerseits durch die verschärfte Konkurrenzsituation. Als erstes Einkaufszentrum der Schweiz lockte das 1970 eröffnete Shoppingcenter Spreitenbach damals auch viele nicht im Einzugsgebiet lebende Konsumenten an, die heute zum Einkaufen in näher gelegene Zentren fahren, die in der Zwischenzeit auf der grünen Wiese rund um den Grossraum Zürich entstanden sind.
Ein Einkaufsmekka für alle Kaufkraftklassen
Andererseits liegt das Zentrum in einem Gebiet, das einen relativ hohen Anteil an wenig kaufkräftigen Bewohnern aufweist. Bei der Aargauer Gemeinde Spreitenbach sind von knapp 10000 Einwohnern fast die Hälfte Ausländer. Sie gehören 70 verschiedenen Nationalitäten an und haben entsprechend divergierende Einkaufsgewohnheiten. Und in den im näheren Einzugsgebiet Spreitenbach liegenden Gemeinden Schlieren und Dietikon beträgt der Anteil der ausländischen Bevölkerung ebenfalls rund 38 Prozent. Allerdings muss auch das bislang erfolgreichere Glattzentrum seine guten Zahlen in einem gesellschaftlich ähnlich strukturierten Umfeld erwirtschaften. Die Gründe für diesen unterschiedlichen Erfolg müssen also am Konzept liegen.
Den Turnaround glaubt man in Spreitenbach deshalb zu schaffen, wenn Shoppi & Tivoli auch für Konsumenten höherer Kaufkraftklassen ein attraktives Einkaufszentrum wird. Sichtbar werden soll die neue Ausrichtung an baulichen Veränderungen, die man am Zentrum vornimmt, an der Verbesserung des Mixes der derzeit 140 Geschäfte und an der Werbung, die seit Anfang dieses Jahres von Ex-Glatt-Werber Ruedi Wyler gestaltet wird.
Derzeit positioniert ein ironisch-witziger Plakatauftritt der Zürcher Agentur das Einkaufszentrum als Mekka für Modepüppchen beiderlei Geschlechts. Auf den Motiven ist ein halb nacktes, auf einem Pferd respektive einem Scooter zum Zentrum reitendes Puppenpärchen zu sehen, das an die eigene Kinderstube erinnert. In Fahrt kommt die Werbebotschaft durch die Headline «Die neue Herbstmode ist da: In über 35 Geschäften».
An die hohe Schule der Schweizer Plakatkunst erinnert ein Sujet zur Ankündigung des bis 18 Uhr verlängerten Samstagverkaufs. Es zeigt ein mit eingeschalteten Autoscheinwerfern bestücktes Einkaufswägelchen auf schwarzem Hintergrund.
