Vorsicht ist besser als Feuer löschen

FK&P dramatisieren unbefriedigende Alternativen zu Siemens-Fire-Safety

FK&P dramatisieren unbefriedigende Alternativen zu Siemens-Fire-SafetyVon Simone Keller Ein halbes Jahr nach ihrem ersten gemeinsamen Auftritt setzt Siemens Building Technologies erneut auf Felber Kristofori & Pinzon. Die Agentur wartet für Fire Safety mit ungewöhnlichen «Schutzmassnahmen» auf.
Bilderbewachende Bodyguards, Haifischbecken vor Wolkenkratzern oder Flughäfen auf Berggipfeln: so präsentierten die Kreativen von Felber Kristofori & Pinzon (FK&P) Ende März die Alternativen zu den Sicherheitssystemen von Siemens Building Technologies (SBT). Das Team ist seit April 2001 für die Kommunikation des vor vier Jahren gegründeten Siemens-Bereichs verantwortlich. Neben den Unternehmen Securiton und Tyco zählt SBT in der Schweiz zu den führenden Firmen im Bereich Systemintegrator.
Diesen Monat ist der weltweite Auftritt für Siemens-Fire-Safety vom Stapel gerollt, der den Bekanntheitsgrad der Division steigern und SBT als Marktführer für Total Fire Protection etablieren soll. Wie schon bei Security Systems dramatisiert das FK&P-Team um CD Rudy Felber auch für Fire Safety (un)mögliche Alternativen zu den Lösungen von Siemens Building Technologies. In der Optik sehr ähnlich, unterscheiden sich die beiden Kampagnen doch unverkennbar: Der aktuelle Auftritt fokussiert auf das Innere der Gebäude.
Der vorsorgliche Brandschutz geniesst in der Schweiz einen sehr hohen Stellenwert, nicht zuletzt auf Grund der strengen Auflagen von Behörden und kantonalen Gebäudeversicherungen. Bei SBT entfallen 21,5 Prozent des in den letzten neun Monaten erwirtschafteten Umsatzes von vier Milliarden Euro auf die Division Fire Safety.
Auch innerhalb des Verbands Schweizerischer Errichter von Sicherheitsanlagen (SES), der die führenden Fachfirmen der Schweizerischen Sicherheitsindustrie vereinigt, generieren Brandmeldeanlagen nach wie vor den grössten Anteil des Umsatzes. Dabei haben die Ereignisse des letzten Herbstes wider Erwarten bei der Sicherheitsindustrie nicht zu Buche geschlagen, wie Securiton-Direktor und ehemaliger SES-Präsident Beat Müller erklärt.
Zwar hätten nach dem Attentat von Zug Dienstleistungsanbieter wie Securitas kurzfristig «profitiert», konkrete Auswirkungen wie zusätzliche Aufträge oder neue Kundensegmente seien ausgeblieben. Müller: «Sicherheit bringt keine Produktivitätssteigerung. Solange nichts passiert, investieren Unternehmen lieber in Gewinn bringende Tätigkeiten».

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