Wirz kubistisch

Von Beat Fritsch

Von Beat FritschEin Aktionsstern mit der Inschrift «Jetzt neu», ganz wie aus dem Direktmarketinglehrbuch, prangte auf der Einladungskarte. Das machte neugierig, war doch der Absender die ehrwürdige Werbeagentur Wirz. Mit dem Mailing buhlte man allerdings nicht
um Neukunden aus dem Versandhandelsbereich, sondern bat Gäste zur Einweihungsfeier der neuen Gebäude des Kommunikationsunternehmens.
Seit kurzem sind sämtliche Units der Gruppe an derselben Adresse zu finden: im altbekannten Wirz-Hochhaus und in den neuen Glaswürfeln im Jean-Nouvel-Stil, die daneben erbaut wurden. CEO Geri Aebi meinte denn auch in seiner Rede zum neuen architektonischen Erscheinungsbild der Agentur kurz und prägnant: «Clean, reduziert und sauber erscheint der Bau – und so soll auch unsere Werbung sein.»
Um Reduktion und Abbild auf die Spitze zu treiben und um der Sache visuell den letzten Schliff zu geben, arrangierte man im Lichthof beim Empfang die ADC-Würfel der Agentur in kunstvoller Art. Die neuen Räume stiessen bei fast allen Besuchern auf positive Resonanz. Bei den «bösen» Neidern und den Sprücheklopfern – solche solls ja in der Branche zuhauf geben – machte aber dennoch das eine oder andere Bonmot die Runde: «Jetzt nimmt man auch wieder gerne einen Job bei Wirz an» oder «Was, nur so wenig Würfel haben die in ihrer langen Agenturkarriere geholt?» war da zu hören.
Letzteres konterten die Wirz-Kreativen damit, dass die bisher gewonnenen ADC-Würfel als Ziegel für den Neubau verwendet wurden und es sich bei denjenigen im Lichthof nur um den übrig gebliebenen Rest handle. Für Aufklärung zur vermeintlich kleinen Zahl der ADC-Auszeichnungen sorgte letztlich Wirz-VR-Präsident Hansueli Schweizer. Klar habe man noch mehr davon, aber die weissen Marmorwürfel, welche vom Kreativverein über eine gewisse Zeit verliehen wurden, habe man aus ästhetischen Gründen nicht ins komplett in Schwarz gehaltene Ambiente einfügen wollen. Fazit der Wirz-Fete – ein Besuch an der Uetlibergstrasse lohnt sich nicht nur für architekturinteressierte Zeitgenossen.
Ebenfalls Neues bot die IP Multimedia letzte Woche. «Good-bye Screen-up – hello Zap-in» hiess es am Donnerstag. Weil die Screen-up, die Messe der vereinigten Schweizer TV-Werbezeitanbieter, bekanntlich dieses Jahr keine Fortsetzung findet, stellte die IPM für ihr eigenes Angebot mit der Zap-in 03 kurzerhand selbst einen Event auf die Beine. Die Screenings fanden in der im Südsee-Style eingerichteten Yonex-Badmintonhalle bei der Hardbrücke statt, zur anschliessenden Party begrüsste IPM-CEO Michi Frank seine Gäste im benachbarten In-Club UG.
Auf Altbewährtes setzte hingegen Michael Seiler, Anzeigenleiter der Berner Zeitung, mit dem Bodega-Apéro. Die Geladenen dankten es mit zahlreichem Erscheinen. Tapas, Vino tinto und Flamenco waren angesagt; die Gesangs- und Tanzeinlagen von Rafael Seguras iberischer Showtruppe sind ebenso legendär wie das «Puff», das
es jeweils in Hinterhof und Weinkeller der Traditionsbeiz gibt, wenn die BZ ans Buffet bittet. Dieses präsentierte sich in der gewohnten Üppigkeit und Pracht. Gespart wird aber anscheinend auch bei den Bernern – vergeblich wartete manch einer auf die Verlosung von Wellness-Wochenenden und anderen Geschenken, wie sie in vergangenen Jahren jeweils stattfand. Na ja, vielleicht gibts das nächste Mal wieder etwas zu gewinnen,
denn der BZ-Bodega-Apéro 2003 kommt bestimmt.
Beat Fritsch

verschlugs ins neue Wirz-Haus nach Zürich- Giesshübel. Gefeiert wurde aber auch in der
Bodega beim traditionellen Herbst-Apéro der Berner Zeitung, und im Westend lancierte die IP Multimedia in Eigenregie die Zap-in 03 als Ersatz für die Screen-up.
Wer sich in der Kommunikationsszene an Apéros und Partys trifft, orten wir an den verschiedensten Veranstaltungen der Branche. Haben Sie jetzt schon etwas Spannendes zu berichten? Greifen Sie zum
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