NZZ auf Gratwanderung
Die NZZ will 2003 insgesamt 21,1 Millionen Franken einsparen und baut rund 80 Arbeitseinheiten ab, wie es in einer internen Mitteilung heisst.
Die NZZ will 2003 insgesamt 21,1 Millionen Franken einsparen und baut rund 80 Arbeitseinheiten ab, wie es in einer internen Mitteilung heisst.27 Personen wurde bereits gekündigt, der Hauptteil des Abbaus soll durch Fluktuation und Pensenreduktionen erfolgen. Die NZZ selbst soll zwar eine «qualitativ gute Zeitung» bleiben, doch müsse die redaktionelle Leistung gekürzt werden. Das Verhältnis Redaktionsseiten zu Anzeigenseiten soll statt 60 zu 40 neu 55 zu 45 betragen (was die Ausgabe vom 15. Oktober um rund sieben Textseiten dünner gemacht hätte). Dass dies einer qualitativen Gratwanderung gleichkommt, weiss man auch in der NZZ-Geschäftsleitung: Die Reaktionen der Leser müssten beobachtet werden, da Abonnementsverluste «einen Strich durch sämtliche Rechnungen» machen könnten, wurde festgehalten. Mediaplaner Ronny Schmid von der Agentur Konnex hält dagegen den NZZ-Leistungsabbau für «marginal». «Der Leser merkt das nicht», sagt er. Die Qualität der NZZ werde darunter nicht leiden. (mk)
