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Lounge ist für die Luxusgüterbranche ein willkommenes Nischenprodukt
Lounge ist für die Luxusgüterbranche ein willkommenes NischenproduktMit Spannung wurde das neue Lifestyle-Magazin aus dem Westschweizer Kleinverlag Artist Edition SA erwartet. Jetzt hat das zweisprachige Heft, das auch in der Deutschschweiz sein Publikum sucht, an zwei Präsentationen in Lausanne und Zürich das Licht der (Werbe-)Welt erblickt. Lounge setzt einen frohen Farbtupfer ins eher trübe konjunkturelle Gesamtbild – muss aber in Sachen Inhalt noch nachbessern.Einstimmig lobten Mediafachleute und Werber das Layout, die Typo und die Qualität der Fotos. Sie wiesen vor allem darauf hin, dass die Ästhetik dem Schwesterprodukt Eveil Culturel entspreche – dem ebenfalls zweisprachigen Musikmagazin aus dem gleichen Verlag. «Viel fürs Auge», meinte Flo Kernmayer, von Hermès Communication in Genf. Christine Barnaud von Mediaedge|CIA hatten es die originellen Modefotos in Verbindung mit Design-Möbeln angetan.
Bei der Einschätzung des redaktionellen Inhalts gibt man sich allerdings zurückhaltender. Auf Grund von nur einer Ausgabe sei es schwierig, bereits ein Urteil zu fällen. Der Stoff entspreche zwar den Erwartungen der Leser von Lifestyle-Magazinen, müsse aber sicher noch weiter entwickelt werden, sagt Barnaud. Auch Sebastien Fabi von OMD Nyon ist der Meinung, die Texte müssten noch etwas gehaltvoller werden. Er findet aber das Gleichgewicht zwischen Bild und Text gelungen und leserfreundlich.
Mühe bekundet man aber mit dem englischsprachigen Résumé am Schluss der Zeitschrift. Fabi betrachtet diese Zusammenfassung eher als Sprach-Link, da sich Deutschschweizer und Romands oft auf Englisch verständigten. Laurence Saas von Micom Carat in Zürich erachtet eine englische Zusammenfassung für die Leser in der Schweiz als bedeutungslos. Sie findet es zudem schade, dass dieses Résumé optisch gegenüber dem ästhetischen Niveau des Magazins abfalle. Lounge-Herausgeberin Nicole Steffen verfolgt mit der englischsprachigen Zusammenfassung allerdings ein ganz anderes Ziel: Lounge soll künftig in Flughäfen aufliegen und in Flugzeugen verteilt werden.
Mediafrau Saas hat bei Werbeauftraggebern der Luxusgüterbranche ein grosses Bedürfnis nach Werbeplattformen festgestellt, wie sie etwa Lounge offeriert. Internationale Werbeauftraggeber verstünden nicht, weshalb es in der Schweiz so wenig Glamour-Magazine gebe. Aus dieser Sicht sei Lounge ein hervorragendes Nischenprodukt, ist Steffen überzeugt.
Anita Vaucher
30000 angepeilt
Bei der Einschätzung des redaktionellen Inhalts gibt man sich allerdings zurückhaltender. Auf Grund von nur einer Ausgabe sei es schwierig, bereits ein Urteil zu fällen. Der Stoff entspreche zwar den Erwartungen der Leser von Lifestyle-Magazinen, müsse aber sicher noch weiter entwickelt werden, sagt Barnaud. Auch Sebastien Fabi von OMD Nyon ist der Meinung, die Texte müssten noch etwas gehaltvoller werden. Er findet aber das Gleichgewicht zwischen Bild und Text gelungen und leserfreundlich.
Mühe bekundet man aber mit dem englischsprachigen Résumé am Schluss der Zeitschrift. Fabi betrachtet diese Zusammenfassung eher als Sprach-Link, da sich Deutschschweizer und Romands oft auf Englisch verständigten. Laurence Saas von Micom Carat in Zürich erachtet eine englische Zusammenfassung für die Leser in der Schweiz als bedeutungslos. Sie findet es zudem schade, dass dieses Résumé optisch gegenüber dem ästhetischen Niveau des Magazins abfalle. Lounge-Herausgeberin Nicole Steffen verfolgt mit der englischsprachigen Zusammenfassung allerdings ein ganz anderes Ziel: Lounge soll künftig in Flughäfen aufliegen und in Flugzeugen verteilt werden.
Mediafrau Saas hat bei Werbeauftraggebern der Luxusgüterbranche ein grosses Bedürfnis nach Werbeplattformen festgestellt, wie sie etwa Lounge offeriert. Internationale Werbeauftraggeber verstünden nicht, weshalb es in der Schweiz so wenig Glamour-Magazine gebe. Aus dieser Sicht sei Lounge ein hervorragendes Nischenprodukt, ist Steffen überzeugt.
Anita Vaucher
30000 angepeilt
Lounge, Zeitschrift für Lifestyle, Design, Living&Music – wie die Unterzeile präzisiert – wird mit einer Auflage von 30000 Exemplaren in der West- und – ab November – auch in der Deutschschweiz vertrieben. Die erste Ausgabe wurde den Abonnenten von Eveil Culturel, ebenfalls ein Artist-Edition-Titel, gratis beigelegt. Für 2003 sind vier bis sechs Ausgaben geplant.
