Gewinnrückgang bei SoZ!

Von Beat Fritsch

Von Beat FritschEs gibt auf Erden keine schönere Hölle als die Spielhölle, sagten sich einmal mehr die Verantwortlichen der SonntagsZeitung und luden vergangenen Donnerstag in die verrusste Giesserei in Zürich-Oerlikon zur traditionellen Gambling Night. Es hiess einmal mehr – statt um günstige Tarife zu pokern –, die Verlagsverantwortlichen am Spieltisch bei Black Jack und Roulette abzuzocken.Neben Verlagsleiterin Sandra Geiger und Verkaufsleiter Daniel Pauletto treten weitere Mitglieder aus dem Team der SonntagsZeitung als Croupiers auf, wobei sich während deren Gastspiele der Spielfluss zu verlangsamen pflegt. Weshalb man für die restliche und meiste Zeit geübte Gastcroupiers einsetzt. Diese und die Spieltische organisiert jeweils Ronnie Scholom von Showconnection. Seitens der SonntagsZeitung sorgte Verlagsassistentin Bettina Fürst für den einwandfreien Ablauf des Zockerevents.
Während sich ja bei den Hobbybörsianern unter den Werbern die Einsicht durchgesetzt hat, dass Devisen- und Aktienmärkte reine Glücksspielarenen sind – und deshalb konsequenterweise die meisten den Ausstieg gesucht haben –, erfreut sich die Gambling Night der SonntagsZeitung nach wie vor allergrösster Beliebtheit.
Allerdings, auch dieser Anlass schien irgendwie von der rezessiv geprägten Stimmung erfasst zu sein. Jedenfalls was die erspielten Gewinne betraf. Im letzten Jahr noch musste Stephan Küng glatte 3,5 Millionen Lucky Dollar, dies die allgemein gültige Währung der Gambling Night, gewinnen, um in die Kränze zu kommen. Heuer reichte dem Gewinner schon knapp eine Million. Dank der 960000 Piepen, die Touring-Marketingleiter Reto Kammermann nach Spielschluss vorweisen konnte, durfte er den ersten Preis einstreichen. Wie er sagte, habe er den ganzen Gewinn nur beim Black-Jack-Spiel eingefahren, was ihn als gerissenen Zocker verrät. Meist wird der Sieger der Gambling Night durch einen Lucky Punch im Roulettekessel ermittelt.
Kammermann darf sich nun auf Kosten der SonntagsZeitung in einem der neuen Schweizer Casinos einen schönen Abend machen und dort, mit einem Taschengeld versehen, sein Glück erneut versuchen. Dieses dürfte dann aber wesentlich geringer ausfallen als die 40000 Lucky Dollar, die jeder Spieler als Startkapital zur Verfügung hatte. Dass bei dieser Ausgangslage nur vier Personen auf einen Gewinn über 100000 Lucky Dollar kamen, ist übrigens auch statistisch gesehen ein recht mageres Ergebnis.
Den Durchschnitt ebenso geschlagen hat Michael Schmid von der St.Galler Marketingagentur Ammarkt, der mit seinem Gewinn von 800000 Dollar auf dem zweiten Platz landete. Die Drittplatzierte, Corinne Kelly, so meinte ein Zuschauer, sei mit Sicherheit die hübscheste Gewinnerin, welche die Gambling Night jemals gesehen hat. Sie wird übrigens ab Dezember bei der Mediaagentur Konnex arbeiten, sollte sie nicht noch kurzfristig umdisponieren und Berufsspielerin werden.
Ansonsten wartete der Event mit den zwar bewährten, aber auch allseits erwarteten Specials auf. Das Essen aus der Giessereiküche war wie immer in Ordnung, um Getränke brauchte man nicht lange nachzufragen, denn die Gläser wurden meist aufgefüllt, bevor sie vollständig leer waren. Knapp war der Platz lediglich an den Spieltischen. Ansonsten hatte man die rege ergriffene Gelegenheit, in bequemen Sofas oder an der Bar Gespräche über den neuesten Werberklatsch zu führen.
Beat Fritsch

konnte sich nach seiner Pornosternchenaffäre am Facts-Bingo-Event dank der SonntagsZeitung abermals mit einem Filmstar ablichten lassen – einem perfekten Monroe-Double. Danach gabs kein Halten mehr: Marilyn hatte den Abend lang damit zu tun, fürs Familienalbum zu posieren.
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