Der neue AZ-Chefredaktor

Markus Gisler will Jean-Frey-VR bleiben Zwei neue Chefs ersetzen in Baden Hans Fahrländer

Markus Gisler will Jean-Frey-VR bleiben Zwei neue Chefs ersetzen in Baden Hans FahrländerMarkus Gisler will Jean-Frey-VR bleiben Zwei neue Chefs ersetzen in Baden Hans Fahrländer
Eine Standing Ovation für Hans Fahrländer, der vom Chefredaktor in das Autorenglied wechselt, und ein paar Fragen an die Zukunft gab es am Montagnachmittag in Baden, als Verleger Peter Wanner an einer Redaktionskonferenz die beiden neuen Chefredaktoren für seine Mittelland Zeitung/ Aargauer Zeitung (AZ) bekannt gab. Der Ex-Cash-Chefredaktor und Ex-Moneycab-CEO Markus Gisler (50) wird die drittgrösste Tageszeitung der Schweiz künftig im Team mit Peter Buri (44) leiten. Buri war bisher Leiter
der Onlineaktivitäten und auch als Kommunikationsverantwortlicher der AZ Medien Gruppe tätig.
Die Mediengruppe versieht sein Flaggschiff mit dieser Doppelbesetzung, «um die nationale Ausstrahlung zu verstärken und die Multimedia-Strategie konsequent umzusetzen». Zudem passe die AZ Medien Gruppe «sich abzeichnenden Entwicklungen in der Medienbranche an», begründet sie die Wahl.
Gisler wird sein Amt auf den 1. Februar antreten und die publizistische Gesamtverantwortung tragen sowie die überregionalen Mantelressorts der AZ führen. Buri wird neu für den Redaktionsbereich «Aargau/Regionen» und «Content/Multimedia» verantwortlich sein. Im Trubel der lange erwarteten, in ihrer Form dennoch überraschenden Neuerungen tauchte auch eine der Fragen auf, wie eine solche Chefredaktion quasi im Duo in Zukunft konkret aussehen wird.
Spekuliert wurde natürlich auch darüber, wie viel Markus Gisler für seinen Job bezahlt bekommt. Insider konnten sich leicht ausrechnen, dass er als CEO bei Goldbach und VR bei Jean Frey mehr als das Dreifache des bisherigen AZ-Chefs Hans Fahrländer verdient haben muss. Diese Rechnereien führten denn auch zur Frage, ob Gisler weiterhin als Verwaltungsrat bei Filippo Leuteneggers Jean Frey AG bleiben wird. Offizieller Kommentar: «Das ist noch offen», hat Markus Gisler der WerbeWoche verraten. Die Frage müsse vom Verwaltungsrat diskutiert werden, «das pressiert aber nicht». Publizistisch leuchtet es durchaus ein, wenn Gisler als Chef der MZ/AZ gleichzeitig VR bei den politisch ähnlich gepolten Publikationen der Jean Frey AG bleiben würde. (pan)

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