Ich sehe, was du nicht siehst
Tabakindustrie Sulzer Sutter, Zürich, setzt für einen Relaunch von Parisienne Extra und Ultra auf frische Farben und die Spassgesellschaft junger Erwachsener.
Tabakindustrie Sulzer Sutter, Zürich, setzt für einen Relaunch von Parisienne Extra und Ultra auf frische Farben und die Spassgesellschaft junger Erwachsener. «Newly painted» heisst das Thema der Kampagne für die neuen Packungen der Zigarettensorten Parisienne Extra und Ultra. Die Farbe Orange für Extra ist eine unkonventionelle Wahl – starke Farbsignale für eine milde «Zigi». Näher am Produkt ist Hellblau für die neu gestylte Ultra ausgefallen. Beide Sorten behalten ihren Geschmack bei.Die neuen Hüllen sollen den beiden Mischungen in der gesamten Parisienne-Produktfamilie mit den weiteren Blends Super, Mild und Special Mild ein selbstbewussteres Auftreten ermöglichen – was die bisherigen Verpackungen offenbar nicht vermochten. Die neuen Schachteln wurden von der Agentur Sulzer Sutter in Zusammenarbeit mit ihrem Kunden British American Tobacco Switzerland sowie externen Designern entwickelt.
Die Sujets der «Newly painted»-Kampagne zeigen Packungen in Displays mit Farbspritzern, als wäre ein Farbbeutel gegen die Zigarettenschachteln geflogen. Aber auch Steller wurden designt, die so aussehen, als hätte jemand mit dem Farbroller darübergestrichen. Eine Teaser-Kampagne mit dem Hinweis auf diese Farbänderungen ist in den Szenetiteln Kult und Forecast bereits angelaufen. In den Anzeigen werden gelbe Bananen mit der Farbe Blau überstrichen oder gelbe Briefkästen mit der Farbe Orange.
Die Plakat- und Anzeigenkampagne wird begleitet von punktuellen Massnahmen, die laut Agentur beim Parisienne-Publikum schon immer gut angekommen sind. An ausgewählten Orten werden zum Beispiel Plakate von Promotern in Maler-Overalls überstrichen.
Mal deine Parisienne selbst an
Seit April werden an ausgewählte Adressen von Rauchern, die «garantiert über 18» sind, in einer Sneak Preview grafisch überzeugende Muster mit den neuen Farben verschickt. Typisch für die immer wieder überraschenden Ideen von Parisienne sind auch die Give-aways mit dem Claim «Coming soon» und echten Samen, aus denen orange und hellblaue Blumen wachsen. In einer anderen Aktion werden Postkarten mit dünn aufgedruckten echten Wasserfarben-«Töpfchen» verschickt, mit denen man seine alte Parisienne selbst neu gestalten kann.
Auch am Kiosk sind die alten Päckchen mit einer Info versehen, wonach die zwei Zigarettensorten bald mit neuen Farben auftreten werden. In der Box macht ein Einstecker auf die bevorstehenden Veränderungen aufmerksam.
«Coming soon» heisst auch die Botschaft einer Promo-Aktion in Bars und Kneipen. Da gibt es etwa einen Wettbewerb, bei dem Promotionshostessen die Raucher dazu animieren, anhand eines Farbmusters die neuen Farben der Parisienne zum Beispiel an einem Kleid oder im real existierenden Umfeld ihrer Bar zu entdecken. Der Event erinnert stark ans Spiel «Ich sehe was, was du nicht siehst» und wird von den Promoleuten mit einer Pola im Bild festgehalten. Für spontane Wettbewerbsteilnehmer, welche die neue Farbe in ihrem Umfeld irgendwo aufgespürt haben, gibt es neben einem Hauptpreis verschiedenste Goodies als Sofortpreise zu gewinnen. «Eine Kampagne allein reicht nicht, es braucht Events auf verschiedenen Ebenen, die Spass machen», meint dazu Francis Sulzer.
Hundert Jahre erfolgreich
Parisienne gibt es als Marke nur in der Schweiz und in Österreich. Sie ist 100 Jahre alt und erfolgreich. Während andere nationale Brands im Zuge amerikanischer Marketingoffensiven eingegangen sind, hat Parisienne mit den milden Gelben beim Zielpublikum der 18- bis 30-Jährigen Marlboro überholt. Die Zigarette hat damit in den letzten sieben Jahren ihren Marktanteil auf über 12 Prozent stetig steigern können. Das sei auch der Zeitraum, in dem Sulzer Sutter für das Budget von Parisienne zuständig ist, freut sich Francis Sulzer. Erreicht habe man den Erfolg in dieser Zeit mit Marketingmassnahmen, die jeweils «bewusst alle Regeln umgekehrt» haben. Parisienne gilt mit ihrer trashigen Verpackung unter anderem als Trendglimmstengel der Technoszene. Die neue Kampagne von Sulzer Sutter hat sich aber nicht weiter bei dieser bestimmten Zielgruppe aufgehalten, sondern setzt erneut bewusst auf einen völlig offenen Stil.
Sulzer Sutters Orange und Hellblau sind die neuen Trendfarben für den Brand Parisienne.
Andreas Panzeri
Die Sujets der «Newly painted»-Kampagne zeigen Packungen in Displays mit Farbspritzern, als wäre ein Farbbeutel gegen die Zigarettenschachteln geflogen. Aber auch Steller wurden designt, die so aussehen, als hätte jemand mit dem Farbroller darübergestrichen. Eine Teaser-Kampagne mit dem Hinweis auf diese Farbänderungen ist in den Szenetiteln Kult und Forecast bereits angelaufen. In den Anzeigen werden gelbe Bananen mit der Farbe Blau überstrichen oder gelbe Briefkästen mit der Farbe Orange.
Die Plakat- und Anzeigenkampagne wird begleitet von punktuellen Massnahmen, die laut Agentur beim Parisienne-Publikum schon immer gut angekommen sind. An ausgewählten Orten werden zum Beispiel Plakate von Promotern in Maler-Overalls überstrichen.
Mal deine Parisienne selbst an
Seit April werden an ausgewählte Adressen von Rauchern, die «garantiert über 18» sind, in einer Sneak Preview grafisch überzeugende Muster mit den neuen Farben verschickt. Typisch für die immer wieder überraschenden Ideen von Parisienne sind auch die Give-aways mit dem Claim «Coming soon» und echten Samen, aus denen orange und hellblaue Blumen wachsen. In einer anderen Aktion werden Postkarten mit dünn aufgedruckten echten Wasserfarben-«Töpfchen» verschickt, mit denen man seine alte Parisienne selbst neu gestalten kann.
Auch am Kiosk sind die alten Päckchen mit einer Info versehen, wonach die zwei Zigarettensorten bald mit neuen Farben auftreten werden. In der Box macht ein Einstecker auf die bevorstehenden Veränderungen aufmerksam.
«Coming soon» heisst auch die Botschaft einer Promo-Aktion in Bars und Kneipen. Da gibt es etwa einen Wettbewerb, bei dem Promotionshostessen die Raucher dazu animieren, anhand eines Farbmusters die neuen Farben der Parisienne zum Beispiel an einem Kleid oder im real existierenden Umfeld ihrer Bar zu entdecken. Der Event erinnert stark ans Spiel «Ich sehe was, was du nicht siehst» und wird von den Promoleuten mit einer Pola im Bild festgehalten. Für spontane Wettbewerbsteilnehmer, welche die neue Farbe in ihrem Umfeld irgendwo aufgespürt haben, gibt es neben einem Hauptpreis verschiedenste Goodies als Sofortpreise zu gewinnen. «Eine Kampagne allein reicht nicht, es braucht Events auf verschiedenen Ebenen, die Spass machen», meint dazu Francis Sulzer.
Hundert Jahre erfolgreich
Parisienne gibt es als Marke nur in der Schweiz und in Österreich. Sie ist 100 Jahre alt und erfolgreich. Während andere nationale Brands im Zuge amerikanischer Marketingoffensiven eingegangen sind, hat Parisienne mit den milden Gelben beim Zielpublikum der 18- bis 30-Jährigen Marlboro überholt. Die Zigarette hat damit in den letzten sieben Jahren ihren Marktanteil auf über 12 Prozent stetig steigern können. Das sei auch der Zeitraum, in dem Sulzer Sutter für das Budget von Parisienne zuständig ist, freut sich Francis Sulzer. Erreicht habe man den Erfolg in dieser Zeit mit Marketingmassnahmen, die jeweils «bewusst alle Regeln umgekehrt» haben. Parisienne gilt mit ihrer trashigen Verpackung unter anderem als Trendglimmstengel der Technoszene. Die neue Kampagne von Sulzer Sutter hat sich aber nicht weiter bei dieser bestimmten Zielgruppe aufgehalten, sondern setzt erneut bewusst auf einen völlig offenen Stil.
Sulzer Sutters Orange und Hellblau sind die neuen Trendfarben für den Brand Parisienne.
Andreas Panzeri
