Der G-Punkt von Gucci und der P-Punkt von Miss Sixty
Aufgefallen Bislang war ich der unerschütterlichen Überzeugung, dass das menschliche, geschweige denn das weibliche Schamhaar, noch zu den wenigen Tabus gehörten,
Mode Bislang war ich der unerschütterlichen Überzeugung, dass das menschliche, geschweige denn das weibliche Schamhaar, noch zu den wenigen Tabus gehörten,die von der Werbung nicht angerührt würden. Weit gefehlt. Gucci, das italienische Modelabel der Gutbetuchten, entsorgt das Tabu gleich porentief und kunstvoll mit dem Rasiermesser. Der Effekt touchiert den Affekt: Angewidert wendet man sich vom G-Frisürchen ab, und auch der vermeintliche Liebhaber mag nicht wirklich hinsehen. Erfrischend im Gegensatz dazu die Miss-Sixty-Anzeige. Ein scharf fotografierter, aufregender Stimmungsmacher. Weil das Gucci-Sujet überdies bedrohlich nahe aufs Thema Sexualkunde hinweist, dies noch zu guter Letzt: Sollten männliche Leser der Ansicht sein, das haarige «G» sei ein Hinweis auf den G-Punkt, sitzen sie auf der falschen Bettkante. (ck)
