Von Bertolt Brecht gelernt
Daniel Bieri ist seit dem 2. April Senior Art Director bei DDB Zürich.
Daniel Bieri ist seit dem 2. April Senior Art Director bei DDB Zürich.«Um Grosses zu bewegen, fängt man am Besten im Kleinen an.» Diesen Sinnspruch möchte der neue Senior AD von DDB in Zollikerberg rückblickend wie eine von seinen Lebensmaximen betrachten. «Auf dem Dorf geboren und aufgewachsen, habe ich meine Erfolge in kleinen, aber sicheren Schritten erarbeitet», meint der Entlebucher. In Luzern hat er das Grafikhandwerk als Lehrling von der Pike auf erlernt. Die Lehr- und Wanderjahre durchlief Bieri als Junior Art Director und Freelancer für verschiedene Agenturen wie Wirz, Aebi/BBDO und Wyler Werbung. «Wer sich nicht verändert, bleibt nicht der Gleiche», war danach das bei Bertolt Brecht ausgeliehene Lebensmotto, als Daniel Bieri vor fünf Jahren «einen neuen Kick brauchte». Als Senior AD heuerte er bei Jung von Matt in Hamburg an und arbeitete auf Etats wie Minolta, Audi und BMW. Nach 18 Monaten entdeckte Bieri schliesslich «die Alternative für ein neues Lebensgefühl»: Er stürzte sich ins pulsierende Hauptstadtleben von Berlin.
Als freier AD wirkte er dort wiederholt für die Neugründung DDB Berlin, bis dann «ein interessantes Angebot» vom damaligen Kreativchef für eine Festanstellung lockte. «Aus rein privaten Gründen» ist Bieri Anfang dieses Jahres wieder zurück in die Schweiz gekommen, wo er in Zürich erneut «dem Reiz von DDB erlegen» ist. «Natürlich nicht nur, weil im Logo DDB meine Initialen enthalten sind», scherzt er. «Inhabergeführte Agenturen leben die Idee ihrer Inhaber. Bei Networkagenturen hingegen kann eine Idee zur Philosophie werden», ist der neue Senior AD überzeugt.
An DDB Zürich war für Bieri verlockend, dass ihn dort interessante Aufgaben und ein kleines, aber begabtes Team erwarten. Mit Patrick Lienert als CD und Kaspar Loeb als CEO hat DDB Zürich «zudem zwei Köpfe, die für ein inspirierendes und menschliches Klima sorgen». Für ihn ist DDB ein Netzwerk, «das nicht nur durch wegweisende
Kreationen auffällt, sondern auch durch einen aussergewöhnlichen Zusammenhalt.» Ausserdem kann jede DDB-Filiale mit der Unterstützung von anderen aus dem Netzwerk rechnen, wenn es um das Stemmen eines grossen Etats geht.
Das kann Daniel Bieri zurzeit vor allem bei seiner Kampagne für McDonald’s spüren. DDB Chicago ist mit diesem Kunden über Jahre hinweg gross geworden. Dieses Know-how rund um die Marke gilt es nun zu nutzen, wenn DDB Zürich McDonald’s «so nah wie möglich mit Fun und Lebensfreude koppeln und dies noch homogener in die Schweizer Gefühlswelt integrieren will». Bieri, der Kreativverantwortliche für McDonald’s, erhofft sich, für diese Marke «auffallende, unterhaltende und meinungsbildende Werbung zu machen».
Im Herbst 2002 wurde Bieri Neumitglied des ADC Schweiz. «Natürlich ist es ein Kompliment, in den ADC geholt zu werden», freut er sich. Primär stünden bei diesem Club für ihn aber nicht persönliche Interessen im Vordergrund. «Die Vergänglichkeit ist der grösste Makel unserer Arbeit», meint er. Dieser Vergänglichkeit setzt der ADC aber mit seinem Jahrbuch etwas entgegen, das die Werbung als ein Stück Zeitgeschichte in der Erinnerung bleiben lässt. «Denn herausragende Arbeiten gewinnen an zusätzlicher Bedeutung, wenn alle darauf aufbauen können. Und durch das alljährliche Auszeichnen der besten kreativen Arbeiten schaffe es der ADC auch, «für einige kurze Momente die Werbewelt vergessen zu lassen, eigentlich nur eine Mätresse der Wirtschaft zu sein».
Daniel Bieri, der sich als «Humanist» deklariert, liebt es in seiner Freizeit vor allem mit anderen Menschen zusammen zu sein. Für Freunde kochen oder Nächte lang durchdiskutieren sind seine Hobbys. Andere braucht er nicht, weil sein Job zu vielseitig sei, als dass er noch eine eigene Beschäftigung für die Freizeit brauche.
Andreas Panzeri
Als freier AD wirkte er dort wiederholt für die Neugründung DDB Berlin, bis dann «ein interessantes Angebot» vom damaligen Kreativchef für eine Festanstellung lockte. «Aus rein privaten Gründen» ist Bieri Anfang dieses Jahres wieder zurück in die Schweiz gekommen, wo er in Zürich erneut «dem Reiz von DDB erlegen» ist. «Natürlich nicht nur, weil im Logo DDB meine Initialen enthalten sind», scherzt er. «Inhabergeführte Agenturen leben die Idee ihrer Inhaber. Bei Networkagenturen hingegen kann eine Idee zur Philosophie werden», ist der neue Senior AD überzeugt.
An DDB Zürich war für Bieri verlockend, dass ihn dort interessante Aufgaben und ein kleines, aber begabtes Team erwarten. Mit Patrick Lienert als CD und Kaspar Loeb als CEO hat DDB Zürich «zudem zwei Köpfe, die für ein inspirierendes und menschliches Klima sorgen». Für ihn ist DDB ein Netzwerk, «das nicht nur durch wegweisende
Kreationen auffällt, sondern auch durch einen aussergewöhnlichen Zusammenhalt.» Ausserdem kann jede DDB-Filiale mit der Unterstützung von anderen aus dem Netzwerk rechnen, wenn es um das Stemmen eines grossen Etats geht.
Das kann Daniel Bieri zurzeit vor allem bei seiner Kampagne für McDonald’s spüren. DDB Chicago ist mit diesem Kunden über Jahre hinweg gross geworden. Dieses Know-how rund um die Marke gilt es nun zu nutzen, wenn DDB Zürich McDonald’s «so nah wie möglich mit Fun und Lebensfreude koppeln und dies noch homogener in die Schweizer Gefühlswelt integrieren will». Bieri, der Kreativverantwortliche für McDonald’s, erhofft sich, für diese Marke «auffallende, unterhaltende und meinungsbildende Werbung zu machen».
Im Herbst 2002 wurde Bieri Neumitglied des ADC Schweiz. «Natürlich ist es ein Kompliment, in den ADC geholt zu werden», freut er sich. Primär stünden bei diesem Club für ihn aber nicht persönliche Interessen im Vordergrund. «Die Vergänglichkeit ist der grösste Makel unserer Arbeit», meint er. Dieser Vergänglichkeit setzt der ADC aber mit seinem Jahrbuch etwas entgegen, das die Werbung als ein Stück Zeitgeschichte in der Erinnerung bleiben lässt. «Denn herausragende Arbeiten gewinnen an zusätzlicher Bedeutung, wenn alle darauf aufbauen können. Und durch das alljährliche Auszeichnen der besten kreativen Arbeiten schaffe es der ADC auch, «für einige kurze Momente die Werbewelt vergessen zu lassen, eigentlich nur eine Mätresse der Wirtschaft zu sein».
Daniel Bieri, der sich als «Humanist» deklariert, liebt es in seiner Freizeit vor allem mit anderen Menschen zusammen zu sein. Für Freunde kochen oder Nächte lang durchdiskutieren sind seine Hobbys. Andere braucht er nicht, weil sein Job zu vielseitig sei, als dass er noch eine eigene Beschäftigung für die Freizeit brauche.
Andreas Panzeri
