Valora will sich von Units trennen

Pressevertrieb Der Verwaltungsrat der Valora-Gruppe verpast dem Unternehmen eine neue Strategie.

Pressevertrieb Der Verwaltungsrat der Valora-Gruppe verpast dem Unternehmen eine neue Strategie.Weil der Valora-Verwaltungsrat das Vertrauen in Reto Hartmann «auf Grund gravierender Kompetenzüberschreitungen» verloren hatte, ersetzte er den bisherigen CEO durch Marketingchef Peter Wüest (50). Der Entscheid soll gemäss Communiqué einstimmig gefallen sein. Auf die Vorwürfe an die Adresse Hartmanns wollte Valora-VR-Präsident Peter Küpfer an einer Telefonpressekonferenz vom 11. Juni keine Stellung mehr nehmen. Nach Bekanntgabe der Entlassung legte die Valora-Aktie bis Börsenschluss um 18,7 Prozent zu.
Wüest, erst seit dem 1. März 2003 in der Valora-Konzernleitung, war zuvor Geschäftsleitungsmitglied der Nuance Group. Zum stellvertretenden CEO wurde Josef Jungo, früher Geschäftsführer der K-Group und aktuell Divisionsleiter Valora Retail, ernannt.
Zudem nahm der VR auch einen Wechsel in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens vor – «zur Sicherung der nachhaltigen Profitabilität und zur Rückgewinnung der Ertragskraft des Jahres 2001», wie es im Communiqué hiess. Danach soll sich Valora auf internes Wachstum konzentrieren und auf externes Wachstum verzichten. In den nächsten 18 bis 24 Monaten würden jedenfalls keine neuen Akquisitionen getätigt, kündigte Wüest an. Zudem würden nicht benötigte Betriebsteile verkauft. Um welche Betriebsteile es sich handelt, wurde nicht gesagt, fest steht aber, dass Valora an den Bereichen Retail und Trade festhalten wird.
(mk)

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