Ein spätes Revival
Zeitschriften Sie schreibt sich zwar nicht mit altdeutschem Esszett, versteht sich aber dennoch als magazinige Nachfolgerin der ehrwürdigen, von den Nazis 1934 eingestellten Voßischen Zeitung.
Zeitschriften Sie schreibt sich zwar nicht mit altdeutschem Esszett, versteht sich aber dennoch als magazinige Nachfolgerin der ehrwürdigen, von den Nazis 1934 eingestellten Voßischen Zeitung.Die seit vergangenem Samstag bundesweit an gut sortierten Kiosken erhältliche Voss (Startauflage 10000 Exemplare) heisst im Untertitel Berliner Zeitschrift, erscheint vierteljährlich und möchte laut Initiant Andreas Bock zum «New Yorker für Deutschland» werden. Diesem nicht ganz unbescheidenen Anspruch vermag die fünf Euro teure Erstausgabe trotz ansprechender Essays (unter anderem von Jakob Augstein, Sohn des verstorbenen Spiegel-Gründers) freilich nicht gerecht zu werden. Dennoch: So viel antizyklischem Verlegermut kann man nur eine Menge neugieriger Leser und aufgeschlossener Anzeigenkunden wünschen. Bonne chance!
