Neue Kino-Währung
Mach Basic Die in dieser Ausgabe präsentierten Kino-Reichweiten sind die letzten dieser Art.
Mach Basic Die in dieser Ausgabe präsentierten Kino-Reichweiten sind die letzten dieser Art.In aller Stille haben sich die Kinovermarkterin Cinecom und die Wemf darauf geeinigt, die bisherige Reichweitenerhebung fürs Medium Kino zu beenden. Seit Abschluss der Arbeiten für die Mach Basic 2003 im April dieses Jahres führt die Wemf deshalb keine Befragungen mehr durch. Die auf Seite 34 ausgewiesenen Kinoreichweiten sind die letzten ihrer Art. Dies bestätigen Wemf-Forschungsleiter Harald Amschler und Cinecom-Marketingleiter Jean-Claude Bruhin.«Die Cinecom wollte Monatsdaten, um die saisonalen Schwankungen besser aufzuzeigen. Dafür ist aber die Stichprobe der Mach Basic nicht angelegt und zu klein. Eine massive Aufstockung war mit dem vorhandenen Budget nicht möglich», sagt Amschler. Jetzt werde es erst mal eine Datenpause geben. «Wir werden spätestens ab dem 1. Januar 2005 neue Reichweitenzahlen präsentieren», ergänzt Bruhin; er lässt allerdings noch offen, wie die neue Währung aussehen wird. Man evaluiere zurzeit mit der Wemf neue Forschungsmodelle – auch das neue Mediacontrol der Telecontrol-Gruppe (siehe WW 31/03) sei nicht ausgeschlossen.
Alles deutet darauf hin, dass man auf die Kinoeintritte, die ProCinema, der Verband für Kino und Filmverleih, erhebt, zurückgreifen wird. Diese haben aber zwei Nachteile: Sie basieren auf den Deklarationen der Kinobetreiber und enthalten etwa keine Gratiseintritte. Zwischen dem Verband, der Cinecom und der Wemf laufen deshalb Gespräche über Änderungen, wie ProCinema-Geschäftsleiter René Gerber bestätigt. Auch Amschler spricht von «einer externen Eintrittsstatistik», die allenfalls mit der Wemf-Forschung verbunden werden könnte. Das heisst wohl, dass die Selbstdeklaration bleibt, dass aber die Wemf beauftragt werden könnte, diese wie bei den Printauflagen vor Ort zu kontrollieren. Was aber ist mit Cinecom-Konkurrentin Mediavision? Cinecom evaluiert allein, Mediavision wird aber orientiert. «Eine Branchenlösung macht durchaus Sinn», sagt Bruhin dazu.
Harald Amschler
(mk)
Alles deutet darauf hin, dass man auf die Kinoeintritte, die ProCinema, der Verband für Kino und Filmverleih, erhebt, zurückgreifen wird. Diese haben aber zwei Nachteile: Sie basieren auf den Deklarationen der Kinobetreiber und enthalten etwa keine Gratiseintritte. Zwischen dem Verband, der Cinecom und der Wemf laufen deshalb Gespräche über Änderungen, wie ProCinema-Geschäftsleiter René Gerber bestätigt. Auch Amschler spricht von «einer externen Eintrittsstatistik», die allenfalls mit der Wemf-Forschung verbunden werden könnte. Das heisst wohl, dass die Selbstdeklaration bleibt, dass aber die Wemf beauftragt werden könnte, diese wie bei den Printauflagen vor Ort zu kontrollieren. Was aber ist mit Cinecom-Konkurrentin Mediavision? Cinecom evaluiert allein, Mediavision wird aber orientiert. «Eine Branchenlösung macht durchaus Sinn», sagt Bruhin dazu.
Harald Amschler
(mk)
