Hier lacht sogar das Plakat
Theatermarketing Publicis hat für das neue Bernhard-Theater in Zürich das erste lachende Plakat aufgehängt. Eine Weltpremiere, sozusagen.
Theatermarketing Publicis hat für das neue Bernhard-Theater in Zürich das erste lachende Plakat aufgehängt. Eine Weltpremiere, sozusagen.Der Streit um die Nachfolge an Zürichs ehrwürdig ergrautem Bernhard-Theater besitzt alle Ingredienzen einer griechischen Tragödie. Doch gehört derlei Stoff nicht auf die Bretter dieser Comedy-Bühne. Wo man sich sonst vor Lachen auf die Schenkel klopft, flogen – bühnenreif allemal – die Fetzen: In den Haaren lagen sich die Buchhalter und die künstlerischen Nachlassverwalter von Eynar Grabowsky. Mehr als die Zuschauer hat sich am Ende das Konkursamt fürs Theater interessiert und den Kleinkrieg um die Spielstätte per Machtwort beendet. Jetzt soll dort wieder alles anders werden. «Hier lacht Zürich», heisst die Mutmacherdevise für die neue Direktion von Peter Kyburz und Daniel Lüscher. Eröffnet wird die neueste Ära im traditionsreichen Haus mit der Komödie «De nackti Wahnsinn».
Regisseur Dominik Flaschka, der auch im Theater am Hechtplatz als Direktor verantwortlich zeichnet, will in dieser Inszenierung «Theater im Theater» zeigen. Versprochen ist ein voyeuristischer Blick hinter die Kulissen eines Theaterensembles mit all seinen komischen Verwicklungen und Verstrickungen auf verschiedenen Bühnenebenen. Wer Flaschkas witzige Inszenierungen mag, wagt die Hoffnung, dass diese Show ziemlich kreativ, frech und schräg werden wird.
Pfiffiges MediakonzeptDie neue Direktion hat offenbar keine Lust mehr, Opas Komödiantenstadl zu bespielen, sondern sucht die Nähe zu einem jüngeren Publikum. Diesen Willen setzt ein neuer Werbeauftritt um, für dessen Dramaturgie Publicis beauftragt worden ist. Das Budget schliesst sicher viel Goodwill bei der Agentur an der Theaterstrasse ein, wird aber normal verrechnet, wie CD Markus Gut erklärt. Auf Grund der finanziellen Möglichkeiten der verjüngten Bühne soll mit einem möglichst effizienten Mediakonzept gerechnet werden. Statt mit teuren Inseraten will man nur mit Plakaten arbeiten. Und diese müssen, wollen sie beachtet sein, sehr auffällig gestaltet werden.
Publicis hat zu diesem Zweck als Weltpremiere das lachende Plakat erfunden. «Für das coole Zürich
absolut atypisch, hört man an den belebtesten Passantenlagen jetzt so richtig lautes Lachen», meint dazu die Agentur. Doch dabei handelt es sich nicht um Zürcher, die plötzlich aus sich herausgehen, sondern um einen neuen Werbegag.
Allerdings brauchts zur Aktivierung der Lachmuskeln die Hilfe von «Big Brother is watching you»: An mehreren Plakatstellen wurden dank tatkräftiger Mithilfe der APG Bewegungsmelder installiert, die mit einem versteckten Tonband verbunden sind. Geht jemand im Umkreis von sieben Metern am Plakat vorbei, ertönt typisches Gelächter, das man aus TV-Sitcoms kennt. Woher das Lachen kommt, erfährt der überraschte Passant sofort beim Lesen des Plakats: «Hier lacht Zürich. Bernhard-Theater.» Die F200-Plakate sind rechtzeitig zur Eröffnungspremiere an bester Passantenlage in der Stadt Zürich zu finden.
Werblich korrekte Anmache: Lachendes Plakat des Bernhard-Theaters.
Andreas Panzeri
Regisseur Dominik Flaschka, der auch im Theater am Hechtplatz als Direktor verantwortlich zeichnet, will in dieser Inszenierung «Theater im Theater» zeigen. Versprochen ist ein voyeuristischer Blick hinter die Kulissen eines Theaterensembles mit all seinen komischen Verwicklungen und Verstrickungen auf verschiedenen Bühnenebenen. Wer Flaschkas witzige Inszenierungen mag, wagt die Hoffnung, dass diese Show ziemlich kreativ, frech und schräg werden wird.
Pfiffiges MediakonzeptDie neue Direktion hat offenbar keine Lust mehr, Opas Komödiantenstadl zu bespielen, sondern sucht die Nähe zu einem jüngeren Publikum. Diesen Willen setzt ein neuer Werbeauftritt um, für dessen Dramaturgie Publicis beauftragt worden ist. Das Budget schliesst sicher viel Goodwill bei der Agentur an der Theaterstrasse ein, wird aber normal verrechnet, wie CD Markus Gut erklärt. Auf Grund der finanziellen Möglichkeiten der verjüngten Bühne soll mit einem möglichst effizienten Mediakonzept gerechnet werden. Statt mit teuren Inseraten will man nur mit Plakaten arbeiten. Und diese müssen, wollen sie beachtet sein, sehr auffällig gestaltet werden.
Publicis hat zu diesem Zweck als Weltpremiere das lachende Plakat erfunden. «Für das coole Zürich
absolut atypisch, hört man an den belebtesten Passantenlagen jetzt so richtig lautes Lachen», meint dazu die Agentur. Doch dabei handelt es sich nicht um Zürcher, die plötzlich aus sich herausgehen, sondern um einen neuen Werbegag.
Allerdings brauchts zur Aktivierung der Lachmuskeln die Hilfe von «Big Brother is watching you»: An mehreren Plakatstellen wurden dank tatkräftiger Mithilfe der APG Bewegungsmelder installiert, die mit einem versteckten Tonband verbunden sind. Geht jemand im Umkreis von sieben Metern am Plakat vorbei, ertönt typisches Gelächter, das man aus TV-Sitcoms kennt. Woher das Lachen kommt, erfährt der überraschte Passant sofort beim Lesen des Plakats: «Hier lacht Zürich. Bernhard-Theater.» Die F200-Plakate sind rechtzeitig zur Eröffnungspremiere an bester Passantenlage in der Stadt Zürich zu finden.
Werblich korrekte Anmache: Lachendes Plakat des Bernhard-Theaters.
Andreas Panzeri
