Abschreckung

Anzeigen Peter Studer befürwortet sofortige Publikation von Anzeigenboykotten.

Anzeigen Peter Studer befürwortet sofortige Publikation von Anzeigenboykotten. Der Präsident des Schweizerischen Presserats, Peter Studer, ist für eine rasche Herstellung von Öffentlichkeit, wenn Anzeigenkunden Druck auf Verlagshäuser ausüben, und zwar unabhängig davon, ob es sich um eine reine Strafaktion handle oder ob Bedingungen gestellt würden. Im Zusammenhang mit der Publikation des Anzeigenstopps des Tabakmultis Philip Morris nach einem Beitrag über die Tabakindustrie im Nachrichtenmagazin Facts, den der Tages-Anzeiger am 8. November veröffentlich hatte (siehe Seite 15), erklärte Studer gegenüber der Werbewoche weiter: «Der Tages-Anzeiger hat richtig gehandelt. Wünschbar wäre aber auch, dass Facts selbst die Sache publik macht.» Studer stützt sich auf die «Rechte und Pflichten der Journalistinnen und Journalisten» sowie auf dazugehörende Kommentare. Auch bei Stornierungen mit Boykottcharakter empfiehlt Studer dasselbe Vorgehen. «Das schreckt ab.» Voraussetzung allerdings sei, dass es sich beim beanstandeten Artikel nicht um «unzumutbar schlechten Journalismus» handle. (mk)

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