Reduced to the Minimum
Aus der geordneten «Neuausrichtung» dürfte nach dem Versand der kryptischen Medienmitteilung Ende November nichts mehr werden.
Aus der geordneten «Neuausrichtung» dürfte nach dem Versand der kryptischen Medienmitteilung Ende November nichts mehr werden.Darin informierte Reinhold Weber (48, Bild), Inhaber der legendären Zürcher Werbeagentur Weber Hodel Schmid (WHS), über anstehende Veränderungen, namentlich über die Auflösung aller Verträge mit Mitarbeitern und den Geschäftspartnern und die mögliche Zusammenarbeit mit der GGK Zürich, durch die er die Hälfte der 20 Arbeitsplätze retten wolle. Kurz darauf relativierte GGK-Chef Hermann Strittmatter diese Pläne gegenüber den Medien: Ob, wann und wie ein Zusammenschluss stattfinde, müsse erst diskutiert werden. Weder werde Strittmatter eine neue Agentur gründen, noch könne von einer Fusion die Rede sein. Wenn überhaupt, wolle GGK Weber und sein Team integrieren. Mit der voraussichtlich letzten Folge des WHS-Groundings geht ein besonderes Kapitel Schweizer Werbegeschichte zu Ende. Aufgeschlagen wurde es 1991 durch die anderen Mitgründer Yvonne Hodel und John Schmid. Bald führten grosse Etats wie Smart, «Zürich», Tages-Anzeiger, MediaMarkt und Schweiz Tourismus zu Awards, Anerkennung und noch mehr Aufträgen. WHS expandierte nach Wien und Berlin und wuchs auf über 100 Mitarbeiter. Der kontinuierliche Niedergang begann mit dem Verlust gewichtiger Budgets und wurde vom Crash der New Economy vor allem in den Dotcom-lastigen internationalen Büros beschleunigt. Der Abgang von Strategen trug sein Restliches dazu bei. (la)
