Frontal vorläufig auf Eis gelegt

Zeitungen Ende September kolportierte die Frankfurter Rundschau unter dem Titel «Ein neuer Blickwinkel», das Boulevardprojekt «Frontal» solle – ausgestattet «mit einer 50-köpfigen Redaktion»

Zeitungen Ende September kolportierte die Frankfurter Rundschau unter dem Titel «Ein neuer Blickwinkel», das Boulevardprojekt «Frontal» solle – ausgestattet «mit einer 50-köpfigen Redaktion»– im kommenden Frühjahr starten. Ex-20-Minuten-Chefredaktor Markus Eisenhut, der das Konzept für den Jean Frey Verlag erstellt hat, dementiert diesen Zeithorizont. «Bis die Finanzierung gesichert ist, dauert es noch. Frühester Launchtermin ist deshalb Herbst 2005.»Für JF-CEO Filippo Leutenegger hingegen gewinnt die rechtsbürgerliche Blick-Alternative über-haupt erst dann Projektcharakter, wenn ein Geldgeber gefunden und der Verwaltungsrat in Kenntnis gesetzt worden ist. Beides sei bislang nicht geschehen und die Sache insofern «nach wie vor nicht spruchreif».
Seriöse Financiers gesucht
Für Eisenhut hat die Verschiebung auch positive Seiten: «Dank des geringer gewordenen Zeitdrucks können wir uns nun mit umso grösserer Sorgfalt nach seriösen, langfristigen Financiers umsehen.» Da er bis Ende Jahr als Redaktions-coach für den Vorarlberger Verleger Eugen Russ und im März am MAZ in Luzern (Kurstitel: «Grosse Kniffe für kleine Zeitungen») tätig ist, herrscht für ihn wohl auch persönlich kein Grund zur Eile.
(oc)

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