Musik- statt Banknoten
Banken Nicht GRPs sondern dramatisierte Identitätswerte sollen Bank Coop unverwechselbar machen.
Banken Nicht GRPs sondern dramatisierte Identitätswerte sollen Bank Coop unverwechselbar machen.In kaum einer anderen Branche ist das Differenzierungspotenzial zur Konkurrenz so klein wie in der Bankbranche und der traditionelle Kunde so träge oder – aus Sicht der Institute – so treu. Tendenziell stagnierende Werbespendings dürften diese Lage zusätzlich verstärkt haben. Umso mehr ist Bank Coop, die nicht über das Werbebudget einer Grossbank verfügt und es sich nicht leisten kann, die Aufmerksamkeit des Publikums mit reinem Werbedruck einzukaufen, auf einen verblüffenden Werbeauftritt angewiesen. Ethische und soziale Kriterien
Den hat sie von der Agentur Ruf Lanz erhalten: 2003 setzte deren Imagekampagne neue Akzente in der Bankenwerbung und profilierte den historisch begründeten UAP der Basler Bank – Wohlstand mit Anstand. Den Beweis führte die national wie international mehrfach ausgezeichnete Imagekampagne über gewisse Gepflogenheiten, die oft der Konkurrenz nachgesagt würden. Nämlich, dass dort nachrichtenlose Konten sowie Schmier- und Korruptionsgelder liegen.
Die Resonanz auf die Negativassoziationen des Werbeauftritts blieb nicht aus. «Die gestützte Bekanntheit stieg in den letzten beiden Jahren um stolze 14 Prozent», sagt CD Markus Ruf. Bestätigt vom Erfolg ihrer eindrücklichen Umsetzung führen die Verantwortlichen jetzt die Kommunikationsstrategie von der Image- auf die Produktebene. In insgesamt sechs neuen TV-Spots wird seit Wochenbeginn gezeigt, was Wohlstand mit Anstand konkret für die Kundschaft bedeutet: beispielsweise nachhaltige Wertschriftenfonds, die nebst finanziellen auch ethische und soziale Kriterien berücksichtigen, oder das gebührenfreie Privatkonto ab einem Kontostand von 1000 Franken. «Diesmal haben wir darauf verzichtet, uns über die Schwächen der anderen zu profilieren», erklärt CD Danielle Lanz schmunzelnd.
Die neue Werbeidee baue auf dem Grundgedanken, dass, wer sein Geld bei der Bank Coop angelegt hat, gut schlafen kann. Zum einen, weil er sein Geld in professionellen Händen weiss. Zum anderen, weil er dabei gleich noch ein gutes Gewissen haben darf, da sein Geld moralischen und sauberen Prinzipien folgend arbeitet.
Deshalb singen in den TV-Spots namentlich erwähnte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank Coop im Brustton der Überzeugung bekannte Schlaflieder. Ob bei «Schlaf, Kindlein, schlaf», «Au clair de la lune» oder «Buonanotte fiorellino», die Angestellten der anständigen Bank wünschen, dass alle ruhig schlafen können. Auch jene Zuschauer, die «noch nicht von unserem gebührenfreien Privatkonto» oder «von den Oeko-Hypotheken profitieren können», reiben die Einblendungen mit genüsslicher Ironie die Vorteile von Bank Coop unter die Nase.
Mit solchen Anspielungen und der polarisierenden Umsetzung peilt die Bank über ihre Markenwerte und Produkte direkt auf die Zielgruppen, die kritischer und preisempfindlicher geworden sind. Regisseur Serge Höltschi ist es zu verdanken, dass die Situationen in den Räumlichkeiten des Hauptsitzes der Bank Coop für die «Chormitglieder» nicht ins Lächerliche abfallen.
Für die im Grossraumbüro, im Sitzungszimmer und im Börsenraum vorgetragenen Wiegenlieder lud die Agentur interessierte Angestellte aus der ganzen Schweiz zu einem aufwändigen Casting ein. Und zwar so, dass alle Regionen in den Spots vertreten sind: Zürich, Basel, das Mittelland, die Romandie und das Tessin. «Dabei haben die Bankerinnen und Banker bewiesen, dass sie nicht nur von Geldnoten, sondern auch von Musiknoten etwas verstehen», blickt Markus Ruf zufrieden zurück.
Pointierte TV-Spots: Coop-Bankerinnen und -Banker sorgen mit Schlafliedern für Aufsehen.
Den hat sie von der Agentur Ruf Lanz erhalten: 2003 setzte deren Imagekampagne neue Akzente in der Bankenwerbung und profilierte den historisch begründeten UAP der Basler Bank – Wohlstand mit Anstand. Den Beweis führte die national wie international mehrfach ausgezeichnete Imagekampagne über gewisse Gepflogenheiten, die oft der Konkurrenz nachgesagt würden. Nämlich, dass dort nachrichtenlose Konten sowie Schmier- und Korruptionsgelder liegen.
Die Resonanz auf die Negativassoziationen des Werbeauftritts blieb nicht aus. «Die gestützte Bekanntheit stieg in den letzten beiden Jahren um stolze 14 Prozent», sagt CD Markus Ruf. Bestätigt vom Erfolg ihrer eindrücklichen Umsetzung führen die Verantwortlichen jetzt die Kommunikationsstrategie von der Image- auf die Produktebene. In insgesamt sechs neuen TV-Spots wird seit Wochenbeginn gezeigt, was Wohlstand mit Anstand konkret für die Kundschaft bedeutet: beispielsweise nachhaltige Wertschriftenfonds, die nebst finanziellen auch ethische und soziale Kriterien berücksichtigen, oder das gebührenfreie Privatkonto ab einem Kontostand von 1000 Franken. «Diesmal haben wir darauf verzichtet, uns über die Schwächen der anderen zu profilieren», erklärt CD Danielle Lanz schmunzelnd.
Die neue Werbeidee baue auf dem Grundgedanken, dass, wer sein Geld bei der Bank Coop angelegt hat, gut schlafen kann. Zum einen, weil er sein Geld in professionellen Händen weiss. Zum anderen, weil er dabei gleich noch ein gutes Gewissen haben darf, da sein Geld moralischen und sauberen Prinzipien folgend arbeitet.
Deshalb singen in den TV-Spots namentlich erwähnte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank Coop im Brustton der Überzeugung bekannte Schlaflieder. Ob bei «Schlaf, Kindlein, schlaf», «Au clair de la lune» oder «Buonanotte fiorellino», die Angestellten der anständigen Bank wünschen, dass alle ruhig schlafen können. Auch jene Zuschauer, die «noch nicht von unserem gebührenfreien Privatkonto» oder «von den Oeko-Hypotheken profitieren können», reiben die Einblendungen mit genüsslicher Ironie die Vorteile von Bank Coop unter die Nase.
Mit solchen Anspielungen und der polarisierenden Umsetzung peilt die Bank über ihre Markenwerte und Produkte direkt auf die Zielgruppen, die kritischer und preisempfindlicher geworden sind. Regisseur Serge Höltschi ist es zu verdanken, dass die Situationen in den Räumlichkeiten des Hauptsitzes der Bank Coop für die «Chormitglieder» nicht ins Lächerliche abfallen.
Für die im Grossraumbüro, im Sitzungszimmer und im Börsenraum vorgetragenen Wiegenlieder lud die Agentur interessierte Angestellte aus der ganzen Schweiz zu einem aufwändigen Casting ein. Und zwar so, dass alle Regionen in den Spots vertreten sind: Zürich, Basel, das Mittelland, die Romandie und das Tessin. «Dabei haben die Bankerinnen und Banker bewiesen, dass sie nicht nur von Geldnoten, sondern auch von Musiknoten etwas verstehen», blickt Markus Ruf zufrieden zurück.
Pointierte TV-Spots: Coop-Bankerinnen und -Banker sorgen mit Schlafliedern für Aufsehen.
Luca Aloisi
