Rote Köpfe am Goldenen Ohr
Aus dem wild brodelnden Gerüchtetopf wollen wir an dieser Stelle nicht auch noch schöpfen.
Grandios in der Folge auch das Angebot: Mineralwasser und Weihnachts-Prosecco (mit Zimtgeschmack und derart süss, dass man schon nach einem Cüpli genug hatte). Weitere Getränke mussten vom Gast selbst berappt werden, und für die knurrenden Mägen – der «Apéro» startete um sieben, die Verleihung dauerte bis zehn Uhr – hatte man doch tatsächlich noch ein paar Grissini-Stängel (sic!) bereitgestellt. Die noch am selben Abend bei den Gästen eingeholten Statements zeigten denn auch eine vernichtende Bilanz und sind überwiegend nicht einmal druckreif.
Wohlverstanden – die Kritik betrifft den Event. Denn bei der Zusammensetzung der Jury bewiesen die Organisatoren eine ebenso gute Hand wie die Jury bei der Ausmarchung der Siegerspots. Von Barney bis
Weber waren im 14-köpfigen Gremium nur gestandene Werberinnen und Werber vertreten, die aus den eingereichten Spots eine nachvollziehbare Auswahl trafen. Was allerdings die Diskrepanz zum Event nur noch verstärkte.
Beat Fritschlangweilte sich letzte Woche mit den anderen Gästen an der Verleihung zum Goldenen Ohr zu Tode. Die Veranstaltung war eine Publikumsbeleidigung, wie sie Peter Handke in seinen produktivsten Jahren nicht besser hingekriegt hätte. Nichts Gescheites zu trinken, nichts Rechtes zu futtern und eine ziemlich öde «Show», welche knapp an der Zweistundenmarke kratzte.
Wen wunderts also, dass bereits vor Ende des Verleihprozederes mehr Werber beim Wurstgrill des Vorderen Sternen anzutreffen waren als im Mascotte. Einziger Lichtblick: Die Qualität der ausgezeichneten Spots (nicht aber deren Tonqualität im Mascotte) war wirklich superb.
Goldenes Ohr für JvM/Limmat mit (v. l.) Stift Sabina Meyer, Grafikerin Kathrin Bänziger, CD Michael Rottmann und AD Steffi Lehmann.
Witzlose Präsentation: Gerry Reinhardt konnte dem letztjährigen Moderator Roman Kilchsperger das Wasser nie und nimmer reichen.
Organisator Frank Bienenfeld (l.) mit Simone Künzler, Michi Rottmann von JvM/Limmat und Priska Heger von Swiss (2.v.r.).
Jurorin Steffi Hugentobler (l.) mit Wirz-Beraterin Andrea Staub und deren Lieblingskunde Hanspeter Hürlimann vom Brockenhaus.
Besuch von der Werbewoche-Herausgeberin Media-Daten AG: Ginette Peter (l.) und Nadja Cardoso mit Werner Schlatter.
Christian Wick (l.) von Wick-PR mit Tereza Stäheli und Sebastian Rundy von der Werbeagentur Acapulco.
Hat sich selbstständig gemacht: Melanie Auerbach von Creative Services mit Denner-Werbeleiter Stefan Maegli.
Kreative Herrenrunde: Texter Alain Picard, Advico-CD und Jury-Mitglied Urs Schrepfer und Contexta-CD Jürg Brechbühl (v. l.).
Konnten dem süssen Prosecco nicht allzu viel P(r)ositives abgewinnen: Texter Arne Völker mit Isabelle Aebi von Blue Spirit.
Man trifft sich (vorläufig noch) am Goldenen-Ohr-Event: Roger Müller Dupont (l.) vom Tonstudio Betonierwerk mit Flo Hodel, SF DRS.
Urs Walter und Markus Holenstein von der Agentur Holenstein und Walter mit Daniel Kunz von Cheese & Chocolate (v. l.).
Einmal mehr ein Award für die Blindenheim-Kampagne von Ruf Lanz, vertreten durch Danielle Lanz mit Begleiter Thomas Schöb.
Egon Blatter, Michel Pernet und Daniel Siegenthaler, Verkaufsleiter Teletext bei Radiotele (v. l.).
Platzierten sich in der Nähe des Notausgangs und hielten sich so den Rücken für die baldige Flucht frei: Andi Gedenk und Jana Nyvltova.
Tania Quispe (r.) von der Werbeagentur Peter Droz kam mit Anwaltsgehilfin Viktoria Szekeres und Freund Stefano Dusan ins Mascotte.
