Die Networkerin

Barbla C. Schaerer ist neu in der Geschäftsleitung von Trimedia Communications Schweiz.

Barbla C. Schaerer ist neu in der Geschäftsleitung von Trimedia Communications Schweiz.Bei ihrem neuen Job hat Barbla C. Schaerer schon nach den ersten Tagen drei Pitches und New-Business-Meetings hinter sich. Dabei ist die 35-Jährige erst seit Anfang Februar als Managing Director verantwortlich für die Leitung der Trimedia, Zürich. Dazu verstärkt sie die Agentur in den Fachbereichen Corporate Communications, Brand Communications, Public Affairs und Krisenkommunikation. Sie ist in diesen Bereichen auch für die Akquisition von Neukunden zuständig und zeichnet verantwortlich für die strategische Planung und Beratung bei verschiedenen Grossmandaten.Vorher war Barbla – der Name stammt aus dem Rätoromanischen – drei Jahre als Geschäftsleitungsmitglied bei Farner PR. Sechs Jahre wirkte sie bei Frei & Partner, wo sie ebenfalls Mitglied der Geschäftsleitung und Partnerin war.
Bei Trimedia gefällt ihr vor allem auch die Vernetzung des Schweizerischen und Europäischen. «Man kann wirklich sagen: Trimedia ist die einzige Agentur mit einem eigenen europäischen Netzwerk.» Über ihre Standorte in Deutschland, Österreich, Frankreich sowie Belgien betreut sie viele Mandate gemeinsam. Zudem gefällt ihr bei Trimedia die Unternehmenskultur. Man vertrete die partnerschaftlichen Werte eines «Network of Friends».
Die Brückenbauer-Qualitäten zwischen dem Analysieren, Strategienentwerfen, Botschaftenvertiefen, Verständnisschaffen sowie der guten Zusammenarbeit mit Kunden und Mitarbeitenden: Das sind die Aufgaben, die Barbla C. Schaerer an ihrem Berufsstand interessieren.
Auf der anderen Seite liebt sie das Unternehmerische. «Ich bewege gerne etwas und übernehme Verantwortung.»
Schon beim Studium hat sie diese beiden Welten zusammenbringen wollen. Sie hat an der Universität Zürich Wirtschaftswissenschaften und Psychologie studiert und mit dem Lizenziat abgeschlossen. Aber auch Vorlesungen in Geschichte, Publizistik und Politologie besucht und als «holistischer Mensch» diese Zeit als grosse Bereicherung empfunden. Die spätere Kaderfrau hat sich das Studium grösstenteils selbst finanziert. Bei der Asylorganisation Zürich hat sie bosnische Flüchtlinge aus Konzentrationslagern betreut. «Das war menschlich prägend.»
Vielleicht passt es auch zum Zusammenbringen der verschiedenen Welten, dass Barbla C. Schaerer sich für die Falknerei interessiert und einen Kurs mit Falken, Habicht und Steinadler besuchte. Oder als Hobby gerne Oldtimer-Autos fährt. «Wenn mich etwas interessiert, dann habe ich das Bedürfnis, das umzusetzen.»
Diese Verhaltensweise habe sie bereits in der Kindheit geprägt. «Ich lernte früh: Wenn ich etwas will, dann muss ich etwas dafür tun.»
Heute ist Barbla C. Schaerer auch Vizepräsidentin der European Association of Political Consultants (EAPC). Dieser Verband organisiert unter anderem einmal pro Jahr eine grosse Konferenz mit Referaten über neuste Kampagnen, politische Kommunikation und Lobbying. «Im Grunde ist bei vielen Mandaten ein Public-Affairs-Aspekt vorhanden», meint sie.
Perfektionieren kann sie das auch im Vorstand des Griffith-Club. Dieser unterstützt den Fussballnachwuchs bei GC, ist aber auch eine Networking-Plattform.
«Sozialkompetenz hat für mich eine grosse Bedeutung», sagt Barbla C. Schaerer, die auch Mentorin an der Universität St. Gallen ist und dort einen jungen Studenten betreut.
«Daneben ist mir aber auch die Stille im weitesten Sinne wichtig», verrät Barbla C. Schaerer, die in ihrer Freizeit Tai-Chi praktiziert und meditiert.
Barbla C. Schaerer bringt verschiedene Welten zusammen.
Andreas Panzeri

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