Knausriger Jean-Frey-Verlag
Der Appell von Comedia, den Entlassenen beim Jean-Frey-Verlag nachträglich zwei Monatslöhne Abfindung zu bezahlen, sei naiv, meint Oliver Classen.
Der Appell von Comedia, den Entlassenen beim Jean-Frey-Verlag nachträglich zwei Monatslöhne Abfindung zu bezahlen, sei naiv, meint Oliver Classen.Naiv ist unserer Ansicht nach vielmehr derjenige, der nicht richtig lesen und rechnen kann. Ohne Salamitaktik und 40 Entlassungen hätte die Weltwoche-Herausgeberin kein zweistelliges Millionenergebnis erreicht, moniert der Autor. Doch Achtung: Comedia hat nicht die nachträgliche Rücknahme der Kündigungen verlangt, sondern lediglich die Auszahlung von minimalen Leistungen, die bei solchen Massenentlassungen üblicherweise in einem Sozialplan geregelt werden. Man rechne: Zwei Monatslöhne für 40 Entlassene mit einem (hoch geschätzten!) Durchschnittslohn von 7000 Franken ergibt total 560000 Franken. Im Verhältnis zu den von CEO Filippo Leutenegger stolz verkündeten 10 Millionen Gewinn ist das nun wirklich ein Klacks.
Tina Hoffmann, Regionalsekretärin Zürich bei der Mediengewerkschaft Comedia, zum Editorial «Balzrituale und böse Briefe» in WW 8/04.
Tina Hoffmann, Regionalsekretärin Zürich bei der Mediengewerkschaft Comedia, zum Editorial «Balzrituale und böse Briefe» in WW 8/04.
