Gören hören mehr
Marktforschung Eine Studie zeigt: Mädchen zwischen 7 und 14 Jahren hören mehr Radio als Knaben. Privatsender sind erstaunlich beliebt.
Marktforschung Eine Studie zeigt: Mädchen zwischen 7 und 14 Jahren hören mehr Radio als Knaben. Privatsender sind erstaunlich beliebt. Fast alle Schweizer Haushalte mit Kindern verfügen über mindestens ein Radio- oder TV-Gerät: Das ergab eine Studie des SRG-Forschungsdienstes (FD). Und: Je mehr Radiogeräte in einem Haushalt stehen, desto häufiger schalten 7- bis 14-Jährige dieses ein. Anders beim TV, wo sich keine Beziehung zwischen der Anzahl Geräte und dem TV-Konsum feststellen lässt. Das liegt nur teilweise an unterschiedlichen Restriktionen der Eltern, die erstaunlich gering sind: 68 Prozent aller 7- bis 14-Jährigen dürfen den TV nach freiem Ermessen einschalten, beim Radio sind es 90 Prozent. Stärker schränken Eltern den PC-Gebrauch ein: 59 Prozent der Sprösslinge haben freien Zugang; besteht ein Internetanschluss, sinkt die Rate auf 50 Prozent.Dies sind erste Resultate einer FD-Studie, die im Mai und Juni 2003 durchgeführt wurde. Die vollständige Datenauswertung liegt erst Mitte 2004 vor. Speziell ist die Forschungsanlage: Erstmals wurde das Mediennutzungsverhalten der 7- bis 14-Jährigen nicht nur über Befragungen erhoben, sondern auch mittels der Radiocontroluhr. 300 Kinder trugen sie während einer Woche. Die Studie sollte auch Aufschluss geben, ob diese Methodik bei Kindern zuverlässige Daten generiert. Das scheint der Fall zu sein. Ein abschliessender Bericht liegt aber erst im Herbst vor.
Wochenends flimmert der TV
Die derzeit vorliegenden Ergebnisse aus Befragungen und Messungen bestätigen im Wesentlichen die Erwartungen. So erstaunt es kaum, dass die Radionutzung bei dieser Altersgruppe intensiver ist als bei Erwachsenen und dass sie im Tages- und Wochenverlauf einem ähnlichen Muster folgt. Anders beim TV: Am Wochenende schauen Kinder vormittags deutlich mehr fern als Erwachsene.
Je älter die Kinder, umso mehr nutzen sie das Medium Radio. Ab 11 Jahren («Hitparadenalter») nimmt die Nutzung spürbar zu. Interessanterweise hören Mädchen mehr Radio als Knaben. Sie kommen selbst an Schulvormittagen auf eine durchschnittliche Reichweite von etwa 5 Prozent, die Knaben bringen es auf etwa die Hälfte.
Markus Knöpfli
Wochenends flimmert der TV
Die derzeit vorliegenden Ergebnisse aus Befragungen und Messungen bestätigen im Wesentlichen die Erwartungen. So erstaunt es kaum, dass die Radionutzung bei dieser Altersgruppe intensiver ist als bei Erwachsenen und dass sie im Tages- und Wochenverlauf einem ähnlichen Muster folgt. Anders beim TV: Am Wochenende schauen Kinder vormittags deutlich mehr fern als Erwachsene.
Je älter die Kinder, umso mehr nutzen sie das Medium Radio. Ab 11 Jahren («Hitparadenalter») nimmt die Nutzung spürbar zu. Interessanterweise hören Mädchen mehr Radio als Knaben. Sie kommen selbst an Schulvormittagen auf eine durchschnittliche Reichweite von etwa 5 Prozent, die Knaben bringen es auf etwa die Hälfte.
Markus Knöpfli
