Die Zukunft hat Herkunft

Standortmarketing Uri ist das Synonym für Gotthardstau. Jetzt will sich der Gebirgskanton als attraktive Versuchung positionieren.

Standortmarketing Uri ist das Synonym für Gotthardstau. Jetzt will sich der Gebirgskanton als attraktive Versuchung positionieren.«Marketing betreiben alle Standorte in irgendeiner Form. Die Frage ist, ob aktiv oder passiv, ob professionell oder eher zufällig und intuitiv», hält die Schweizerische Vereinigung für Standortmarketing fest. Für den Kanton Uri eine neue Herausforderung.Das erstaunt, lastet doch das Image des Stau- und Transitkantons schon lange auf der Urschweizer Alpenwelt. Emil Kälin, Direktionssekretär der Urner Volkswirtschaftsdirektion: «Tatsächlich haben wir weit mehr zu bieten, nur sind unsere Attraktionen bisher nur einem kleinen Segment bekannt.» Noch kürzer seien die Spiesse, wenn es ums Thema Steuerbelastung geht; in unmittelbarer Nähe liegen alle Schweizer Steueroasen. Weitere Fronten, an denen Uri kämpft, sind die Abhängigkeit von grossen Arbeitgebern und das Wohnbevölkerungsproblem: Beim Wanderungssaldo wie beim Bevölkerungswachstum liegt der Kanton auf dem letzten Rang aller Kantone.
Uri entdecken und erforschen
Einen ersten Schritt Richtung aktive Profilierungskommunikation hat Uri mit der Altdorfer Agentur WFW gemacht, die ihr Konzept in Broschüren bis hin zum Auftritt als Gastkanton an der Luzerner Erlebnismesse Luga umgesetzt hat. «Wir positionieren den Kanton Uri über den Begriff Versuchung, der für uns als Synonym für Entdecken und Erforschen steht», sagt die Verantwortliche, Irene Denzler. Begriffe, die in die Zukunft weisen und den Betrachter zur Aktion auffordern.
Der Slogan «Die Versuchung seit 1291» deutet die Verbundenheit zu Geschichte, Tradition und Kultur und soll mit der modern-eleganten Umsetzung die Region in einem ungewohnt fortschrittlichen Licht präsentieren.
Tell 2004: Uri steht zu seiner Tradition und blickt doch nach vorn.
Luca Aloisi

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