Mit der Schere gegen die Folter aufstehen
Social Advertising Publicis hilft Amnesty International mit einer Inserateserie im Kampf um Menschenrechte.
Social Advertising Publicis hilft Amnesty International mit einer Inserateserie im Kampf um Menschenrechte. Die Folterbilder aus dem Abu-Ghraib-Gefängnis im Irak dokumentieren einmal mehr, dass die Menschenrechte meist nur auf dem Papier gelten – und das nicht nur in den so genannten Schurkenstaaten. In ihrem Jahresbericht 2004 bezichtigt Amnesty International (AI) 155 Länder des Verstosses gegen die Menschenrechte. Kritisiert werden darin auch die «Misshandlungen von ausländischen Personen durch die Schweizer Polizei» sowie der hiesige «übermässige Einsatz von Gewalt gegen Demonstrierende». Seit 1961 setzt sich die durch den britischen Anwalt Peter Beneson ins Leben gerufene Organisation weltweit für die Einhaltung der vor 56 Jahren gesetzlich verankerten Menschenrechte ein. Trotz erfolgreichem Engagement zieht AI im aktuellen Jahresbericht eine niederschmetternde Bilanz: «Auf internationaler Ebene sind die Menschenrechte und das Völkerrecht seit mehr als einem Jahrhundert nie mehr derart missachtet worden, wie im vergangenen Jahr.»Kampf um SpendengelderDie finanziellen Mittel für ihr Engagement bezieht AI hauptsächlich aus Zuwendungen von Mitgliedern und Spendern. Diese Gelder stellten 2003 bei der Schweizer Sektion 76 Prozent oder rund sieben Millionen Franken aller Erträge.
Mit vielen weiteren Organisationen buhlt AI Schweiz um Anteile des schrumpfenden Spendenvolumens. Kreative Unterstützung dabei hat die in den 70er-Jahren gegründete Schweizer Sektion von der Zürcher Agentur Publicis erhalten. Im vergangenen Dezember hat das Team um CD Markus Gut mit schockierenden Spots und einer U-Boot-Anzeige auf die Missstände in der Einhaltung der Menschenrechte aufmerksam gemacht.
Unter dem Motto «Holen Sie ihn da raus», starten AI Schweiz und Publicis in diesem Monat erneut eine Inserateserie. Die Sujets zeigen Folterszenen und Misshandlungen, wobei das Opfer stets mit einer gestrichelten Linie umrahmt ist, die ein Adressfeld einschliesst. Dazu Gut: «Die Opfer aus den Händen ihrer Peiniger zu befreien, ist durch das Ausschneiden des Coupons eine Sache von Sekunden». Da dies in Wirklichkeit länger braucht, wird, wer den Talon an AI Schweiz einsendet, Mitglied und unterstützt die Organisation jährlich mit 75 Franken.
Etwa 30 Prozent dieses Betrages werden gemäss Angaben von AI Schweiz in Öffentlichkeitsarbeit investiert. Darunter fällt auch eine Aktion, die kürzlich lanciert wurde: Basierend auf dem letztjährigen Inseratesujet, das einen Folterkeller symbolisiert, werden Karten mit der Aufschrift «Stopp der Folter durch die Besatzungstruppen im Irak!» verteilt. Die Flyer sind an die amerikanische Botschafterin in der Schweiz adressiert und verlangen eine sofortige Untersuchung aller Foltervorwürfe. Beim Sujet handelt es sich sinnigerweise um das Pressebild eines irakischen Gerichtssaals, dessen ursprünglich exemplarischer Zweck damit einen konkreten Bezug erhält.
Aktiv werden: AI-Plakate animieren zur Mitgliedschaft.
Mit vielen weiteren Organisationen buhlt AI Schweiz um Anteile des schrumpfenden Spendenvolumens. Kreative Unterstützung dabei hat die in den 70er-Jahren gegründete Schweizer Sektion von der Zürcher Agentur Publicis erhalten. Im vergangenen Dezember hat das Team um CD Markus Gut mit schockierenden Spots und einer U-Boot-Anzeige auf die Missstände in der Einhaltung der Menschenrechte aufmerksam gemacht.
Unter dem Motto «Holen Sie ihn da raus», starten AI Schweiz und Publicis in diesem Monat erneut eine Inserateserie. Die Sujets zeigen Folterszenen und Misshandlungen, wobei das Opfer stets mit einer gestrichelten Linie umrahmt ist, die ein Adressfeld einschliesst. Dazu Gut: «Die Opfer aus den Händen ihrer Peiniger zu befreien, ist durch das Ausschneiden des Coupons eine Sache von Sekunden». Da dies in Wirklichkeit länger braucht, wird, wer den Talon an AI Schweiz einsendet, Mitglied und unterstützt die Organisation jährlich mit 75 Franken.
Etwa 30 Prozent dieses Betrages werden gemäss Angaben von AI Schweiz in Öffentlichkeitsarbeit investiert. Darunter fällt auch eine Aktion, die kürzlich lanciert wurde: Basierend auf dem letztjährigen Inseratesujet, das einen Folterkeller symbolisiert, werden Karten mit der Aufschrift «Stopp der Folter durch die Besatzungstruppen im Irak!» verteilt. Die Flyer sind an die amerikanische Botschafterin in der Schweiz adressiert und verlangen eine sofortige Untersuchung aller Foltervorwürfe. Beim Sujet handelt es sich sinnigerweise um das Pressebild eines irakischen Gerichtssaals, dessen ursprünglich exemplarischer Zweck damit einen konkreten Bezug erhält.
Aktiv werden: AI-Plakate animieren zur Mitgliedschaft.
Simone Keller
