Neue Zürcher Zeitung steht bereit

Verlage Die NZZ will sich für die künftige Eigenständigkeit des Zürcher Oberländer stark machen.

Verlage Die NZZ will sich für die künftige Eigenständigkeit des Zürcher Oberländer stark machen.Anfang Woche hatte der Tages-Anzeiger berichtet, die freisinnige Ausrichtung des Zürcher Oberländer (ZO) sei womöglich in Gefahr. Der Grund: Die Zürcher Vermögensberatungsfirma Albin Kistler, Partner (AKP) sei nach einem öffentlich publizierten Angebot mittlerweile im Besitz von einem Drittel der Aktien an der Zürcher Oberland Medien und wolle das Paket nun gegen den Willen des Zeitungsverlags weiterverkaufen.Gegenüber der Werbewoche präzisiert Peter Edelmann, Direktor des ZO, das Vorgehen: «Wir sind mit AKP im Gespräch, wie wir aus der Situation herauskommen, denn für uns steht eine einvernehmliche Lösung im Vordergrund.» Die Aktienkäufe der AKP seien nicht rechtsgültig, weil sie ohne Einwilligung des Verwaltungsrates erfolgt seien. «Da es sich um Namensaktien handelt, muss der VR aber zustimmen», so Edelmann. Und er ergänzt: «Am liebsten wäre uns, dass das Paket gar nicht verkauft würde.»
Hellhörig geworden ist auch die NZZ, die mit der in Bedrängnis geratenen Zeitung die freisinnige Ausrichtung teilt. «Wir wollen mithelfen, dass der ZO weiterhin eine eigenständige Zeitung herausgeben kann», erklärt Beat Lauber, Chef Regionalzeitungen bei der NZZ-Gruppe. Dies werde aber nur ein Thema, falls die angekündigte Handänderung des Aktienpakets so erfolge, dass der ZO in eine andere Richtung gehen würde. Im Moment ist Lauber aber «nicht besorgt», nachdem AKP im Tages-Anzeiger versichert hat, man wolle eine gute Lösung und verkaufe nicht einfach an den Meistbietenden.
Daniel Schifferle

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