Gygi wird gwundrig

Zustellorganisation Jetzt nimmt der Post-Chef die AZO ernst.

Zustellorganisation Jetzt nimmt der Post-Chef die AZO ernst.In der Vergangenheit hatte die Schweizerische Post trotz mehreren Einladungen kein Interesse an der Mitarbeit bei der Alternativen Zustellorganisation für Zeitschriften (AZO). Dass aber die Verlage Ringier, Tamedia, NZZ und Südostschweiz sowie der Handelsriese Valora dem Projekt am 21. Dezember grünes Licht gaben, scheint die Post aus dem Busch zu klopfen. Jedenfalls wird sich Post-Chef Ulrich Gygi noch diese Woche mit den Spitzen der vier Verlage treffen. Kein Wunder: Das vom Verlegerverband unabhängige Projekt würde der Post 180 Millionen der jährlich 700 Millionen verteilten Zeitschriften und einen Umsatz von 150 Millionen Franken aus der Hand nehmen.Am 11. Januar beschloss zudem der AZO-Ausschuss, dass nun mögliche Grosskunden wie die Schweizer Illustrierte, Touring, das Migros Magazin oder die Coop Zeitung verbindlich angefragt und nach Möglichkeit in das Projekt eingebunden werden. «In den nächsten Monaten wollen wir den Ausschuss stark erweitern», sagt Walter Lütolf, Vertriebsleiter Ringier und AZO-Sprecher. Weiter ist vorgesehen, dass Projektleiter Wolfgang Schickli seine Aufgabe weiterführt, obwohl er bei Valora neu den Bereich Presse & Buch Schweiz übernimmt.
(mk)

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