Support für die Front

Gerry Stadler soll bei der APG die Kundenangebote optimieren und die Berater unterstützen.

Gerry Stadler soll bei der APG die Kundenangebote optimieren und die Berater unterstützen.Heirat im September und drei Monate später ein völlig neuer Job: «Man muss manchmal sein Leben umkrempeln», meint Gerry Stadler. Seit Januar wirkt der Mediaspezialist bei der APG in einer neu geschaffenen Stelle als Leiter Client Services. Es sei eine spannende Aufgabe, einen völlig neu definierten Service aufbauen zu können, freut sich Stadler. Zurzeit befindet sich der Mediaprofi bei der APG in einem internen Ausbildungsprogramm. Er wird alle Abteilungen besuchen und analysieren, wie die bestehenden Synergien zwischen den einzelnen Bereichen noch besser genutzt werden können.
An der Verkaufsfront wird der Leiter Client Services nicht aktiv werden. Vielmehr besteht seine Tätigkeit darin, als Schnittstelle zwischen den Marktpartnern und den APG-Bereichen Verkauf, Marketing, Beschaffung zu wirken. Neben verkaufsspezifischen Präsentationen und dem Aufbau
mediengerechter Argumentationen wird die Schulung der Verkaufsmitarbeiter bezüglich Forschungsdaten einen Schwerpunkt bilden.
Das Engagement von Gerry Stadler bei der APG entstand aus einer gemeinsamen, langjährigen Zusammenarbeit, als Gerry Stadler noch bei Mediaplanning tätig war. Reger Meinungsaustausch führte dazu, seine Erfahrungen bei der APG nutzbringend einfliessen zu lassen.
Vor seinem Einstieg in die Werbung schloss der heutige Mediaspezialist eine Lehre als Verkäufer in der Autogarage seines Vaters ab. Vor zwölf Jahren fing Gerry Stadler als Junior Berater bei der Publicitas in Zürich an. Nach dem Erwerb umfassender Kenntnisse im Printbereich vervollständigte er sein Wissen bei Radio-tele. «Das war die spannende Epoche, als das Regionalfernsehen neu aufgebaut wurde», erinnert er sich an diese Zeit. Später kehrte er in die Medienabteilung der neu fusionierten Publimedia zurück.
Die wertvollen Erfahrungen bei Print und elektronischen Medien bildeten die ideale Voraussetzung für eine weitere Entwicklungsphase in den Mediaagenturen. Stadler wirkte zuerst bei Initiativ Media, bei Innomedia, der späteren Media Planning. Hier hat er hauptsächlich den Grosskunden Orange betreut.
Nach seinen Erfolgen befragt, ist Stadler stolz darauf, für Orange innerhalb kürzester Zeit
einen sehr grossen Bekanntheitsgrad in der Schweiz aufgebaut zu haben. «Wie kann ein völlig neuer Anbieter im Telecom-Markt erfolgreich und richtig positioniert werden?», war sowohl für die Kreativen wie auch für die Mediaprofis die spannende Frage.
Der Wunsch der Kunden nach Spezial- und Sonderformaten in allen Medien wird zunehmen. Dies bedeutet: Weg von der 0815-Kampagne mit einem Mix aus TV-Spot, Inseraten und Plakaten. «Alle wollen etwas Auffallendes und Spezielles», weiss Stadler. Gerade bei der APG sieht er hier Potenzial und will diese Bedürfnisse analysieren: Was kann die Aussenwerbung dem Kunden zusätzlich und nutzbringend zum optimalen Preis-Leistungsverhältnis anbieten?
Neue Angebote im Plakatbereich brauchen mehr Beratung. Die stetige, innovative Produkt-erweiterung – die Rolling-Star in den wichtigsten Bahnhöfen sind ein aktuelles Beispiel – führen zu Entwicklungen, die beim Kunden lanciert und erklärt werden müssen.
Der neue Leiter Client Services bei der APG findet das Plakat «ein sehr spannendes Medium» mit beinahe unbeschränkten Einsatzmöglichkeiten an völlig überraschenden Standorten. Mit dem Plakat als Basis- wie auch Komplementärmedium kann ein rascher Bekanntheitsgrad erreicht werden.
Die Schweiz gilt weltweit als das Plakatland. Mit einem Marktanteil von über 15 Prozent bei den klassischen Medien erreicht die Aussenwerbung einen europäischen Spitzenwert, rangiert auf Platz zwei hinter Print, aber noch immer vor der TV-Werbung. «Man kann Plakate nicht wegzappen oder überblättern», stellt Stadler fest.
Von seinen beruflichen Herausforderungen erholt sich Stadler regelmässig in einem Fitnessclub oder spielt gelegentlich Tennis und Squash. Der frisch gebackene Ehemann kocht gerne und zwar wie Jamie Oliver in der TV-Sendung «The Naked Chef». Einmal pro Woche gibt es einen Grosseinkauf. Dann wird jeweils nach Feierabend der Kühlschrank inspiziert auf der Suche nach Zutaten für eine kreative Küche.
Andreas Panzeri

More articles on the topic