MedienSchau

In der Berner Zeitung, die Das Magazin seit Jahresbeginn wieder beilegt, beschreibt Chefredaktor Res Strehle dessen Stärken:«Unter der Woche wird die Lesezeit immer knapper, was bedeutet, dass Tageszeitungen keine komplexen Geschichten mehr publi

In der Berner Zeitung, die Das Magazin seit Jahresbeginn wieder beilegt, beschreibt Chefredaktor Res Strehle dessen Stärken:«Unter der Woche wird die Lesezeit immer knapper, was bedeutet, dass Tageszeitungen keine komplexen Geschichten mehr publizieren. Am Wochenende haben die Leute etwas mehr Luft – und wollen durchaus lesen. Unsere Marktforschung hat ergeben, dass eine starke Titelgeschichte von bis zu drei Vierteln aller Leserinnen und Leser gelesen wird. (…) Zudem unterstützt uns ein Phänomen, das der Soziologe Kurt Imhof Lemmingverhalten nennt. Obschon unter Zeitungen freier Meinungswettbewerb herrscht, werden die Stossrichtungen immer ähnlicher. Ein Medium schreibt dem anderen hinterher. Das öffnet uns ein weites Feld.»
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Das Münchner Weltblatt meint scherzhaft «Fernsehen war gestern» und porträtiert die erste Fernsehserie fürs Handy:
«Eine Episode dauert nur etwas über eine Minute, der Bildschirm ist kaum acht Zentimeter gross und für Twentieth Century Fox und Verizon ist es das TV-Format der Zukunft: ‹24 Conspiracy› lautet der Titel einer Serie, die soeben vom Erfinder der Echtzeit-Show ‹24› fertig gestellt wurde.
In England und den USA ist die kleine, aber mobil empfangbare kleine Schwester der preisgekrönten Anti-Terror-Serie bereits angelaufen. (…) Jede der 24 Mini-Episoden lassen sich einzeln oder im Abo aufs Handy holen. Der Episodenpreis beträgt einen Dollar, die gesamte Staffel kostet 19,99 Dollar. (…) In Deutschland soll die Serie im Bonsai-Format frühestens im Sommer zu sehen sein.»
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Im Schweizer Medienmagazin beklagt sich SDA-Direktor Bernard Reist über die schrumpfende Solidarität unter den Schweizer Verlegern:
«Der deutschsprachige Basisdienst macht Gewinn, die Dienste in den lateinischen Sprachen hingegen schreiben jährlich über drei Millionen Franken Verlust. Diese Defizite werden letztlich von den Deutschschweizer Verlegern gedeckt. Ich kann verstehen, dass die sich fragen, weshalb sie Edipresse oder den Corriere del Ticino quersubventionieren sollen. Ich bin zwar nicht ihrer Meinung, aber wir werden nach neuen Modellen suchen müssen. Eine mögliche Lösung wäre, die Westschweizer Verlage künftig etwas mehr bezahlen zu lassen.»

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