Kuoni, Ihr Amnesie-Beschleuniger
Tourismus Wirz Werbung besinnt sich auf eine bewährte Idee und lässt Kuoni-Kunden wieder alles vergessen.
Tourismus Wirz Werbung besinnt sich auf eine bewährte Idee und lässt Kuoni-Kunden wieder alles vergessen.Hatte die frühere Kampagne für den grössten Schweizer Reiseanbieter noch deutlich gemacht, dass man nach Kuoni-Ferien alles vergessen hat, so macht nun die aktuelle Kampagne von Wirz glauben, dieser Effekt stelle sich nicht erst nach, sondern bereits während der Ferien ein. Wirz lässt Kuoni-Kunden alles noch früher vergessen.Wer sich noch erinnert: Die Vergessen-Idee ist ursprünglich Advico Young & Rubicam eingefallen. Weil sie so gut in Erinnerung geblieben ist, hat Kuoni jetzt zur Bedingung gemacht, dass Wirz Werbung auch in der neuen Kampagne die Grundaussagen darauf abstimmen soll. «Damit ist uns der Ball sehr hoch zugespielt worden. Aber wir konnten ihn auch hoch übernehmen», ist CD Hanspeter Schweizer von seinen neuen Variationen überzeugt.
Die entscheidende Differenzierung: Wenn für die Touristen mit Kuoni in den schönsten Wochen des Jahres von A bis Z einfach alles stimmt, stellt sich das Vergessen nicht erst nach den Ferien ein – das entspannende Ausschalten des Kopfes beginnt schon am ersten Ferientag. Was dabei alles vergessen gehen kann und welche Folgen sich daraus ergeben, das sorgt nun bei Wirz für einige Überraschungen, aber auch für Bilder, die so richtig Sehnsucht nach Ferien wecken. Ebenfalls anders als in der Urkampagne sind in der erweiterten Variation die Szenen nämlich nicht im Heimatland, sondern in einer Ferienumgebung inszeniert worden.
Neben zwei Printsujets baut die neue Imagekampagne vor allem auf zwei Werbespots auf. In einem der neuen TV-Spots von Wirz Werbung wird gezeigt, wie eine Frau in den Ferien so beseelt in einem Wohnmobil durch die weite Landschaft von Arizona schwebt, dass sie vergisst, dass sie sich eigentlich in einem Auto befindet. Wenn ihr Hund schnell Gassi gehen will, öffnet sie ihm die Tür in voller Fahrt. Der Spot ist aber nicht so böse, dass der Hund gleich ganz auf der Autobahn vergessen würde. Der zweite Film zeigt einen Mann in verträumter Pose auf einem Liegestuhl am Strand. Er hat vergessen, dass er seine eigene Frau dabeihat und streichelt im Halbtraum eine andere.
Beide Spots sind vom spanischen Regisseur Sebastien Grousset subtil und mit entrückten Bildern in Szene gesetzt worden. Sie dramatisieren damit den Erholungsgrad «ziemlich unüblich, aber sehr anschaulich», wie Schweizer meint.
Wirz Werbung hat mit Grousset vor drei Jahren bereits einen Spot für Toyota gedreht, der in Cannes in die Shortlist gekommen ist. Für die Zeitung Die Welt sowie einen Spot für Mercedes hat Grousset in Cannes auch schon Löwen gewonnen.
Parallel zu diesen bewegten Bildern lässt die Printkampagne auch bei notorischen Workaholics die Lust aufkeimen, wieder einmal alles vergessen zu wollen. Ein Golfspieler hat den kleinen Unterschied zwischen einem Tennisball und Golfball vergessen. Eine Frau weiss nicht mehr, dass der linke Strandschuh auch zum linken Fuss gehören muss. Auch diese Sujets sind anders als in der Vorgängerkampagne nicht mehr zu Hause, sondern in einer Ferienlandschaft inszeniert worden. Die Kampagne startet diese Woche.
Das Hundchen muss Gassi – und geht fast vergessen: Für die TV-Spots hat Wirz den spanischen Regisseur Sebastien Grousset engagiert.
Die Flipflops sitzen nicht mehr richtig, und der Golfball hat die Gelbsucht – alles wegen Kuoni.
Andreas Panzeri
Die entscheidende Differenzierung: Wenn für die Touristen mit Kuoni in den schönsten Wochen des Jahres von A bis Z einfach alles stimmt, stellt sich das Vergessen nicht erst nach den Ferien ein – das entspannende Ausschalten des Kopfes beginnt schon am ersten Ferientag. Was dabei alles vergessen gehen kann und welche Folgen sich daraus ergeben, das sorgt nun bei Wirz für einige Überraschungen, aber auch für Bilder, die so richtig Sehnsucht nach Ferien wecken. Ebenfalls anders als in der Urkampagne sind in der erweiterten Variation die Szenen nämlich nicht im Heimatland, sondern in einer Ferienumgebung inszeniert worden.
Neben zwei Printsujets baut die neue Imagekampagne vor allem auf zwei Werbespots auf. In einem der neuen TV-Spots von Wirz Werbung wird gezeigt, wie eine Frau in den Ferien so beseelt in einem Wohnmobil durch die weite Landschaft von Arizona schwebt, dass sie vergisst, dass sie sich eigentlich in einem Auto befindet. Wenn ihr Hund schnell Gassi gehen will, öffnet sie ihm die Tür in voller Fahrt. Der Spot ist aber nicht so böse, dass der Hund gleich ganz auf der Autobahn vergessen würde. Der zweite Film zeigt einen Mann in verträumter Pose auf einem Liegestuhl am Strand. Er hat vergessen, dass er seine eigene Frau dabeihat und streichelt im Halbtraum eine andere.
Beide Spots sind vom spanischen Regisseur Sebastien Grousset subtil und mit entrückten Bildern in Szene gesetzt worden. Sie dramatisieren damit den Erholungsgrad «ziemlich unüblich, aber sehr anschaulich», wie Schweizer meint.
Wirz Werbung hat mit Grousset vor drei Jahren bereits einen Spot für Toyota gedreht, der in Cannes in die Shortlist gekommen ist. Für die Zeitung Die Welt sowie einen Spot für Mercedes hat Grousset in Cannes auch schon Löwen gewonnen.
Parallel zu diesen bewegten Bildern lässt die Printkampagne auch bei notorischen Workaholics die Lust aufkeimen, wieder einmal alles vergessen zu wollen. Ein Golfspieler hat den kleinen Unterschied zwischen einem Tennisball und Golfball vergessen. Eine Frau weiss nicht mehr, dass der linke Strandschuh auch zum linken Fuss gehören muss. Auch diese Sujets sind anders als in der Vorgängerkampagne nicht mehr zu Hause, sondern in einer Ferienlandschaft inszeniert worden. Die Kampagne startet diese Woche.
Das Hundchen muss Gassi – und geht fast vergessen: Für die TV-Spots hat Wirz den spanischen Regisseur Sebastien Grousset engagiert.
Die Flipflops sitzen nicht mehr richtig, und der Golfball hat die Gelbsucht – alles wegen Kuoni.
Andreas Panzeri
