Der Berg ruft, das Bier soll endlich kommen

Bier Das Nilpferd aus dem TV-Spot tritt ab. Eichhof-Bier setzt neu auf die Symbolkraft des Pilatus, um sich über seine Herkunft klarer als bisher abzuheben.

Bier Das Nilpferd aus dem TV-Spot tritt ab. Eichhof-Bier setzt neu auf die Symbolkraft des Pilatus, um sich über seine Herkunft klarer als bisher abzuheben.
Die Eichhof-Biere schäumen erfolgreich: Trotz der seit Jahren schrumpfenden Biernachfrage konnte Eichhof, die grösste unabhängige Schweizer Brauerei, in den letzten Jahren ihre Rentabilität auch in diesem Bereich verbessern. Unter anderem dank Optimierung des Sortiments und der Konzentration auf qualitativ hoch stehende, margenstarke Biere. Möglich war das dank einer richtigen Produktpositionierung und dem Ausbau des Absatzmarktes im Tessin und in der Deutschschweiz, mit denen Konkurrenzprodukte verdrängt und gut ein Achtel des Schweizer Biermarktes erobert werden konnten. Der fortwährenden Herausforderung in diesem Geschäftsbereich begegnet die Luzerner Holding mit langfristigen Lieferverträgen sowie einem konstanten Aufbau des starken Markenwertes. Eichhof-Biere sollen nicht als banale Durstlöscher, sondern als Kulturgetränke mit Detailliebe bis zum Flaschenetikett wahrgenommen werden.
Förderte Eichhof Image und Bekanntheit ihrer zehn Biere bisher mit der Vermittlung der Authentizität und Tradition sowie des breiten Spezialitätensortiments, wird neu das frische Quellwasser vom Pilatus in den Vordergrund gerückt.
Für die Hausagentur Lesch + Frei (L+F) wie für die Brauerei war klar, dass mit dem bisher eingesetzten Kettenreaktion-Spot, in dem ein Bierdieb von einem Nilpferd erdrückt wird, trotz Originalität das herkunftsbezogene Geschmackserlebnis zu wenig kommuniziert wird. Dafür drängt sich jetzt eine neue Umsetzung auf. Obwohl seit einem halben Jahr an der Alleinstellung der Marke mit dem Pilatuswasser gearbeitet wird, setzt seit kurzem auch Calanda – ebenfalls für die nationale Markenstrategie – den Herkunftsaspekt und das reine Bergwasser ins Zentrum des Werbeauftritts.
Patrick Naef, Berater bei L+F, stellt die Gretchenfrage gleich selbst: «Wer war zuerst da? Wir wussten nur, dass auch Calanda Bergquellwasser für den Werbeauftritt thematisieren würde, aber nicht, in welcher Form. Immerhin erhält das Wasser in unserem Eichhof-TV-Spot noch eine Funktion.»
Im Streifen sieht man eine Gruppe junger Menschen, die an einem heissen Tag eine Wanderung im Pilatusgebiet machen. Im frischen Wasser einer plätschernden Quelle glaubt der Protagonist die verdiente Erfrischung gefunden zu haben.
Doch in dem Augenblick, in dem er einen Schluck nehmen will, versiegt die Quelle, um dann, zu aller Überraschung, gleich wieder loszusprudeln. Jeder Versuch, den er unternimmt, schlägt slapstickmässig fehl. Denn, so die Auflösung: Jedes Mal, wenn die Quelle versiegt, wird in einer Kneipe ein Eichhofbier abgezapft, das mit frischem Pilatuswasser gebraut ist.
Mittelfristig werden alle Massnahmen auf die neue Positionierung abgestimmt.
Die Welt der Alpen bürgt für den Geschmack: Im Spot für Eichhof-Biere sprudelt das Quellwasser.
Luca Aloisi

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