Der Preis war heiss

Just auf den Zeitpunkt der Implementierung ihrer neuen Dachmarkenstrategie lud die APG/Affichage bei hochsommerlichen Temperaturen zum Swiss Poster Award in die sau(na)mässig warme Maag Eventhall.

Just auf den Zeitpunkt der Implementierung ihrer neuen Dachmarkenstrategie lud die APG/Affichage bei hochsommerlichen Temperaturen zum Swiss Poster Award in die sau(na)mässig warme Maag Eventhall.Der Anlass war so top wie die Temperaturen, und zu mosern gibts da nichts. Lediglich folgende Koinzidenzen haben dem Shortlistautor etwas zu denken gegeben.In der Kategorie «Kommerziell» ging Gold an Jung von Matt/Limmat für SBB (in der Jury: Dominique von Matt). Silber (VBZ) und Bronze (Suva) holten sich Ruf Lanz (in der Jury: Danielle Lanz). Die Kategorie «Public Services» dominierte Publicis mit Gold für Global Fund und Silber für Terre des hommes (in der Jury: Markus Gut), Bronze ging an Wyler Werbung für Multimobil (war nicht Jurymitglied Dani Lanz mal Freelance für Wyler?). Bei der Kategorie «Kultur» hielt man sich etwas zurück und belohnte die Zuger DNS-Transport, ein interdisziplinäres Kunst-Ausstellungs-Team, mit Gold. Silber ging an die Fachklasse Grafik der Hochschule für Gestaltung + Kunst Luzern. Die Kultur-Bronze holte sich Publicis fürs Schauspielhaus (in der Jury: NZZ-Verlagsleiter Tobias Trevisan, dessen Werbeagentur, na wie wohl, heisst?). Der Hauptpreis des Abends, genannt Swiss Poster Award, ging letztlich an Global Fund und Publicis. Was nur konsequent war, schliesslich hiess der Jurypräsident Fredy Collioud.
Dass hier der Verdacht von Mauschelei aufkommen soll, dementieren wir natürlich hier sofort und aufs Heftigste. Aber eins ist sicher. Folgende Jurymitglieder gewannen nichts und haben sich deshalb nachweislich nicht selbst ausgezeichnet: Daniel Comte von Advico, Remy Fabrikant, JWT+H+F, Martin Spillmann, SFLB, sowie K. Domenic Geissbühler und Wendelin Hess. Ob aus Fairness oder mangelnder Durchsetzungsfähigkeit, wissen wir nicht.
Beat Fritschmitten im Grünen, so scheints wenigstens. Dabei entstand dieses Bild in der Industrielandschaft der ehemaligen Maag-Fabrik. So schön überdimensionierte Bildhintergründe wie diesen fand man dort an der APG Poster Night. Wie der aufmerksame Betrachter merkt, handelt es sich dabei um ein Plakat aus der SBB-Kampagne. Dieses gewann zwar Gold in seiner Kategorie, den Hauptpreis aber holte ein anderes Sujet.
Alles neu Ende Mai: Frisches CI für die alt-ehrwürdige APG.
Gastgeber Christian Kauter beweist Reto Cina (l.) von Davidoff und Jean-Marie Egger (r.), dass er die richtigen Zigarren dabei hat.
APG-Verkaufsleiter Ivan Schultheiss (l.) mit Christian Erni, Futurecom, der für die neue Affichage-Homepage verantwortlich zeichnet.
Stolz aufs neue CI und die erfolgreiche Poster Night: Dani Ettinger, Othmar Casutt, Ruth Bertschi und Roger Möschler (v. l.).
Genossen den Abend und feixten ein bisschen herum: Fredy Collioud, Andreas Prokesch, David Allemann und Remy Fabrikant (v. l.).
In intensive Tischgespräche vertieft sah man Andres Brütsch (l.) von Topic Film und Uwe Schlupp, Krieg Schlupp Springer & Jacoby.
Feinschmecker: Bruno Niederberger, APG, mit Urs Straehl und Mario Suter von der Hochschule für Gestaltung + Kunst (v. l.).
Orange in der Klemme: Roli Ehrler (l.) und Jürg Pauli (r.) von Swisscom nahmen Marcel Benz von Orange ins Sandwich.
Zufrieden: Winfried Karst und Manuela Krähenbühl von Poster Publicity mit Christinger-Geschäftsführer Dani Weissbaum (v. l.).
Versilbert: Markus Ruf mit seinen Kunden Heinz Vögeli und Nicolas Adolph von den Verkehrbetrieben der Stadt Zürich (v. l.).
Bronze gabs für Christoph Stuehn vom Schauspielhaus Zürich und Publicis-Chef-CD Markus Gut (r.).
Feierten gerne mit der APG: Livio Padrun von Omega mit Renato Schena, Paron/Affichage, und Rolf Bühler von Outdoor Media (v. l.).
Susanne Baumgartner (l.) und Katja Ehrensperger machten es sich gemeinsam auf den superbequemen Lounge-Sofas gemütlich.
Gute Laune herrschte eindeutig auch bei Christoph Meier (l.) von Carat und Victor Rosser, Werbeagentur Wacker und Rosser.
Kritischer als auch schon schaute BSW-Präsident Peter Leutenegger (l.), mit Migros-Werbeleiter Beat Mühlemann in die Kamera.
Mit Bier oder Cüpli lässts sich gut leben, war sicher auch die Meinung von Christoph Bürge (l.) und Uwe Schlupp zum APG-Anlass.

Der Preis war heiss!

Vergangene Woche strömten die nimmermüden Partygänger und andere Neugierige aus der Kommunikationsszene in die Toni-Molkerei-Lounge im Westend – zurzeit einer der angesagtesten Zürcher Clubs

Vergangene Woche strömten die nimmermüden Partygänger und andere Neugierige aus der Kommunikationsszene in die Toni-Molkerei-Lounge im Westend – zurzeit einer der angesagtesten Zürcher ClubsVon Beat Fritsch , wo man für den Einlass normalerweise satte 35 Franken hinlegt. Angesagt war die erste Verleihung des Xaver, so heisst der Award, mit dem unter der Ägide des Verbands Swiss Expo and Eventmakers besonders gelungene Events und Messeauftritte ausgezeichnet werden.
Wenn ein Event ansteht, an dem andere Events prämiert werden, tauchen die Eventmaker aus den diversen Agenturen in corpore auf. Und dann wird auch der stattfindende Anlass selbst gnadenlos durchleuchtet und weder mit Kritik noch Häme gespart, wenn etwas nicht sofort funktioniert oder gar schief läuft. Die liebe Branche – keinem kann mans recht machen!
Öl wurde gleich zu Beginn ins Feuer gegossen. Der Einlassbereich war etwas eng, sodass sich die Massen nur schleppend hinein bewegten, und auch eine Stunde nach Türöffnung warteten noch viele Gäste vor der Tür. Was wiederum zur Folge hatte, dass die eigentliche Verleihung erst mit einiger Verspätung losging. Mit der Konsequenz, dass sich diejenigen, die bereits drin waren, an der Bar zwecks Überbrückung der Wartezeit sehr konsequent bedienten. Was natürlich darin mündete, dass während der Verleihung im barnahen Teil des Raums der Geräuschpegel derart hoch war, dass man vom Bühnengeschehen wenig mitbekam. Die Werber zeigten sich mal wieder von ihrer unanständigsten Seite und quasselten sich untereinander die Ohren voll, statt diese
Viva-Starmoderator Mola Adebisi zu leihen. Den Geräuschpegel hielten sie so hoch, dass sich die PA- und Mikrofonanlage einfach als zu schwachbrüstig erwies.
Die gereichten Alkoholika aller Stärkestufen, vom gespritzten Weissen bis zum dreifachen Wodkamix, gereichten hingegen allen sehr zur Freude und waren ein Highlight, das die Negativpunkte locker wieder aufhob. Für viel Spass sorgten gleich von Beginn weg auch die überall im Saal aufgehängten Monitore – ein echter Hammer. Die Tickets für den Event wurden übers Internet verschickt – der personalisierte Strichcode zauberte dann bei der Einlasskontrolle den Namen des Billettempfängers auf alle Monitore, so dass jeder im Saal wusste, dass jetzt auch der- oder diejenige eingetroffen ist. «Aber, aber», monierte denn auch ein kompetenter Eventspezialist an der Bar, «wo bleibt denn da der Persönlichkeitsschutz? Wenn schon so eine Übung, dann gleich auch mit Livekameraschaltung vom roten Teppich aus!»
Catering gabs auch noch. Es war zwar gut, kam aber reichlich spät auf den Tisch bzw. unter die Leute. Zu der Zeit hatten sich nämlich die meisten schon an den Getränken so gütlich getan, dass sämtliche Hungergefühle unterdrückt waren.
Fazit, und trotz aller Kritik: Ein Riesengedränge – alle waren da, Drinks und gute Stimmung schaukelten sich gegenseitig hoch, und: Die Macher des Xaver-Awards dürften es geschafft haben, einen neuen Preis für Kommunikationsleistungen zu kreieren, dem in Zukunft sein fester Platz in der Branche gehören wird. Die Jury war kompetent besetzt und die prämierten Arbeiten haben die Auszeichnungen verdient. Das Fest dazu war auch nicht ohne, sondern genau die Art von Sause, wie es dem Gusto der Branche entspricht.
Beat Fritsch

am «Event for Events», denn so muss man wohl eine Verleihung eines Awards für Events bezeichnen. Xaver heisst der Preis, der letzte Woche in Zürich vergeben wurde, und an die Xaver-Party – der erste Grossanlass nach einer längeren Pause im Februar – kam so ziemlich alles, was Rang und Namen hat in der Event- und Partyszene. Ein zwar recht trinkfreudiges, aber auch ungnädiges Publikum, wenn es darum geht, die Leistungen der Konkurrenz zu beurteilen.
Wer an zukünftigen preiswürdigen oder branchenunwürdigen Events gesehen wird, orten wir an den verschiedensten Veranstaltungen der Szene. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch

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